Letztes Update am Sa, 12.01.2019 18:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Premier League

Arnautovic-Verbleib bei West Ham United sehr ungewiss

Nach dem Sieg über Arsenal verdichteten sich die Zeichen, dass der ÖFB-Teamspieler nach China wechseln könnte. Für Liverpool und und Southampton-Coach Hasenhüttl gab es Erfolgserlebnisse.

Seine Zukunft bei West Ham ist ungewiss: Marco Arnautovic.

© imago sportfotodienstSeine Zukunft bei West Ham ist ungewiss: Marco Arnautovic.



London – Marko Arnautovic könnte am Samstag beim 1:0-Derbysieg gegen Arsenal seine Abschiedsvorstellung im Dress des englischen Fußball-Premier-League-Clubs West Ham United gegeben haben. „Man wird sehen, was in den nächsten Tagen mit Marko passiert“, sagte Coach Manuel Pellegrini nach der Partie. Der 29-jährige ÖFB-Teamspieler hat ein Angebot des chinesischen Topclubs Shanghai vorliegen.

Laut Arnautovics‘ Bruder und Manager Danijel will der Stürmer das finanziell enorm lukrative Abenteuer wagen, auch um wieder um Titel spielen zu können. „Es ist ein Problem, dass der Club schauen muss, was das Beste für den Club, den Spieler und jeden ist. Ich hoffe, dass die beste Entscheidung für alle getroffen wird“, verlautete Pellegrini.

Körpersprache deutete auf Abschied hin

Solche Situationen sind für den 65-Jährigen nichts Neues. „Ich bin seit 30 Jahren Trainer, habe solche Situationen schon oft erlebt. Wir werden ruhig bleiben, weil nichts zu 100 Prozent sicher ist. Wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt“, erläuterte der Chilene.

Für einen Abgang könnte sprechen, dass der ÖFB-Star am Samstag von seinen beiden Töchtern aufs Spielfeld begleitet wurde. Bei seinem Austausch in der 71. Minute verabschiedete er sich mit Klatschen und Winken von den Fans, seine Körpersprache deutete eher auf Abschied hin. Das nächste Heimspiel der „Hammers“ findet erst am 4. Februar statt. Davor tritt West Ham am 19. Jänner gegen Bournemouth, am 26. Jänner gegen Wimbledon (FA-Cup) und am 29. Jänner gegen Wolverhampton jeweils auswärts an.

Ob mit oder ohne Arnautovic, steht in den Sternen. Der vorzeitige Austausch am Samstag war jedenfalls auch eine Vorsichtsmaßnahme des Coaches. „Marko hat dieselben Schmerzen im Rücken verspürt wie zuletzt auch schon im Cup“, sagte Pellegrini. Ein Abgang von Arnautovic wäre für ihn ein schwerer Schlag. Der ÖFB-Angreifer hält nach 16 Ligaeinsätzen bei sieben Toren und zwei Assists. Seinen achten Pflichtspieltreffer erzielte er zuletzt im FA-Cup.

Poker um die Ablösesumme

Der Club selbst hatte im Vorfeld der Partie betont, dass man davon ausgehe, dass Arnautovic seinen noch bis 2022 laufenden Kontrakt erfüllen werde, der Stürmer nicht zum Verkauf stehe. Das vorliegende 35-Millionen-Pfund-Angebot (38,88 Mio. Euro) ist also anscheinend noch zu schlecht. Es kündigt sich wohl ein Poker um die Ablösesumme an. Der könnte sich auch noch lange ziehen, da das Transferfenster in China noch bis 28. Februar geöffnet ist. Arnautovic war 2017 um 27,9 Millionen Euro von Stoke City zu West Ham gewechselt.

Gegen Arsenal blieb Arnautovic ohne Scorerpunkt. Für die Entscheidung sorgte sein Teamkollege Declan Rice in der 48. Minute. Der 19-Jährige schlenzte den Ball nach Vorarbeit von Samir Nasri aus elf Metern ins rechte Eck. Für West Ham war es der erste Heimsieg gegen Arsenal seit 2006. Insgesamt war es der erste Sieg im direkten Duell nach sechs Partien mit vier Niederlagen und zwei Remis.

Liverpool müht sich zu Sieg

Liverpool hat am Samstag nach zuletzt zwei Pflichtspiel-Niederlagen wieder einen Sieg eingefahren. Die „Reds“ setzten sich auswärts gegen Brighton dank eines Elfmeter-Tores von Mohamed Salah (50.) mühevoll mit 1:0 durch und liegen damit in der englischen Fußball-Premier-League zumindest bis Montag sieben Punkte vor dem ersten Verfolger Manchester City.

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Trainer Ralph Hasenhüttl mit Southampton. Die „Saints“ gewannen beim Tabellensiebenten Leicester City mit 2:1, obwohl sie die komplette zweite Hälfte in Unterzahl agierten. Southampton schob sich an die 16. Stelle und liegt damit wieder außerhalb der Abstiegszone.(APA)