Letztes Update am Sa, 16.02.2019 17:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nach Flugzeug-Unglück

Trauerfeier für verunglückten Profi Sala in Argentinien

Der Pilot David Ibbotson wird immer noch vermisst. Mithilfe einer Spendenkampagne soll die Suche nach seiner Leiche wieder aufgenommen werden.

In seiner Heimat wird um Emiliano Sala getrauert.

© AFPIn seiner Heimat wird um Emiliano Sala getrauert.



Santa Fe – Freunde und Verwandte haben von dem bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal verunglückten argentinischen Fußballprofi Emiliano Sala Abschied genommen. Im Sportverein San Martin in Salas Heimatdorf Progreso gingen sie am Samstag am Sarg des Stürmers vorbei und trauerten.

Auch Vertreter von Salas bisherigem Verein FC Nantes und seines neuen Clubs Cardiff City wollten zu der Trauerfeier in der nordöstlichen Provinz Santa Fe kommen. Im Sportverein San Martin hatte Sala als Kind und Jugendlicher Fußball gespielt. Seine gesamte Profikarriere bestritt er allerdings in Frankreich.

Für den Nachmittag (Ortszeit) war ein Gottesdienst geplant. Danach sollte die Sporthalle geschlossen werden, damit Salas Familie in Ruhe Abschied nehmen kann. Später sollte die Leiche des Fußballers in die Provinzhauptstadt Santa Fe gebracht und dort eingeäschert werden.

Der 28-Jährige war am 21. Jänner beim Flug von Frankreich nach Wales mit einer Propellermaschine über dem Ärmelkanal abgestürzt. Der zuvor für den FC Nantes aktive Fußballer war nach einem Millionentransfer auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City. Nach fast zweiwöchiger Suche wurde das Flugzeug am Meeresgrund entdeckt. Laut der Obduktion starb Sala an Verletzungen am Kopf und am Rumpf.

Der Pilot David Ibbotson aus dem englischen Crowle wird immer noch vermisst. Mithilfe einer Spendenkampagne soll die Suche nach seiner Leiche wieder aufgenommen werden. Bisher sind mehr als 240.000 Pfund (über 270.000 Euro) zusammengekommen. „Er hätte auch nicht aufgehört, nach mir zu suchen“, sagte seine Tochter kürzlich im britischen Fernsehen. Das Wrack der einmotorigen Propellermaschine soll in knapp 70 Meter Tiefe vor der Insel Guernsey im Ärmelkanal liegen bleiben. (APA/dpa)