Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.03.2019


Bundesliga

Vor „brutalem Gemetzel“ kehrt Schmidt in das Tivoli zurück

Ex-FCW-Coach Schmidt will drei Punkte aus Tirol entführen, beim FC Wacker ist Wiedergutmachung angesagt.

Ex-Wacker-Trainer Klaus Schmidt kehrt am Sonntag mit dem SV Mattersburg ins Tivolistadion zurück.

© gepaEx-Wacker-Trainer Klaus Schmidt kehrt am Sonntag mit dem SV Mattersburg ins Tivolistadion zurück.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Die Zeit als Wacker-Coach liegt zwar schon fast drei Jahre zurück, die Rückkehr ins Tivolistadion ist für Klaus Schmidt aber immer noch „eine emotionale Angelegenheit“. „Weil es immerhin eineinhalb Jahre waren und die Zeit in Innsbruck eine klasse G’schicht war. Aber am Sonntag zählt nur ein Sieg für Mattersburg.“

Denn vor der Punkteteilung nach dem Grunddurchgang zählt sowohl für den FC Wacker als auch die Burgenländer nur das Aufstocken des Zähler-Kontos. „Denn das untere Play-off wird ein brutales Gemetzel, in das vier oder sogar mehr Mannschaften verwickelt sein werden“, weiß Schmidt, was im Frühjahr auf Mannschaften wie den FC Wacker und auch Mattersburg zukomme­n wird: „Für die Mannschaften im Meister-Play-off wird es eine toll­e Sache mit Schlagerspielen. Unten wird es vor Minus­kulissen Runde für Runde ums Leben gehen.“

Was seine Mattersburger am Sonntag erwartet, ist Schmidt, der die 0:3-Auftaktpleite in der Südstadt auf der Tribüne verfolgte, klar: „Als Trainer musst du nach so einem Spiel nicht viel analysieren, weil die Spieler genau wissen, dass Wiedergutmachung angesagt ist. Und das werden wir zu spüren bekommen und entsprechend dagegenhalten müssen.“ Die Leistung gegen Sturm stimmt den Steirer zuversichtlich. „Das heißt, dass wir wettbewerbsfähig sind. Ich hoffe, dass wir das auch in der Ferne bestätigen können.“

Vor dem Heimauftakt regiert „Wiedergutmachung“ das Geschehen beim FC Wacker. Die Pleite in der Südstadt lag allen, vor allem auch den Fans, schwer im Magen. Mit einem Dreier gegen Mattersburg soll das Stimmungsbarometer wieder ins Plus klettern. „Die Ausgangslage ist total ausgeglichen“, erklärte Wacker-­Trainer Karl Daxbacher. Die Schwarzgrünen sind fünf Runden sieglos, die Mattersburger haben ebenfalls nur eines ihrer vergangenen acht Ligaspiele gewonnen.

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