Letztes Update am So, 10.03.2019 19:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Austria und St. Pölten durch, Rapid stolperte über Mattersburg

Sturm wahrte mit einem 0:0 bei Red Bull Salzburg die Chance auf die Meistergruppe. Der Tabellenführer stellte den Rekord von SSW Innsbruck mit 39 Heimspielen ohne Niederlage ein.

Thomas Murg und Rapid gerieten in Mattersburg ins Straucheln.

© APAThomas Murg und Rapid gerieten in Mattersburg ins Straucheln.



FC Red Bull Salzburg - SK Sturm Graz 0:0

Im Kampf um die Teilnahme an der Meistergruppe der Bundesliga hat Sturm Graz am Sonntag bei Serienmeister Salzburg einen Punkt entführt und ist unter den Top-Sechs geblieben. Dank des 0:0 hat Sturm vor der letzten Runde des Grunddurchgangs je zwei Punkte Vorsprung auf Rapid (Rang 7) und Mattersburg (8.) bzw. drei auf Hartberg (9.), das freilich ein weit schlechteres Torverhältnis aufweist.

Sturm profitierte von der 1:2-Niederlage Rapids in Mattersburg und hat vor dem letzten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die bereits fix für die Meistergruppe qualifizierte Austria die besten Karten.

Salzburgs Goalgetter Munas Dabur verschoss im 100. Pflichtspiel von Trainer Marco Rose in aufreizender Manier einen Elfer (75.), die dominanten, aber offensiv eher stumpfen „Bullen“ stellten dennoch einen fast 35 Jahre alten Bundesliga-Rekord ein. Mit dem 39. Liga-Heimspiel ohne Niederlage in Folge seit 3. Dezember 2016 zog man mit SSW Innsbruck gleich. Die Tiroler waren von 13. März 1982 bis 14. September 1984 in 39 Bundesliga-Heimspielen en suite nie als Verlierer vom Platz gegangen. Bewerbsübergreifend sind es für Salzburg sogar schon 58 ungeschlagene Heimpartien ohne Niederlage.

Austria Wien - SCR Altach 1:3 (1:2)

Die Austria darf trotz eines blamablen Umfallers mit der Meistergruppe planen. Das vormalige Schlusslicht Altach entführte mit einem 3:1 (2:1) am Sonntag alle drei Zähler aus Wien. Dank den Patzern der Konkurrenten ist die Austria vor ihrem abschließenden Spiel des Grunddurchgangs bei Sturm Graz dennoch durch.

Marco Meilinger gelang in der Generali Arena in der 4. Minute die frühe Altacher Führung. Nach dem raschen Ausgleich durch Bright Edomwonyi (11.) traf mit Philipp Netzer (22.) dann ein weiterer Ex-Austrianer. Manfred Fischer gelang per Foul-Elfmeter (90.) die späte Entscheidung. Für die nun elftplatzierten Altacher war es der zweite Saisonsieg gegen die Austria nach dem 1:0 Mitte Dezember. Interimscoach Wolfgang Luisser durfte sich bei seinem Einstand freuen.

Manfred Fischer sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung zugunsten Altachs.
Manfred Fischer sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung zugunsten Altachs.
- APA

SV Mattersburg - SK Rapid Wien 2:1 (1:1)

Rapid kann die Meistergruppe der Bundesliga wohl abschreiben. Die Hütteldorfer kassierten am Samstag eine 1:2-Niederlage beim SV Mattersburg und haben damit nur noch eine kleine Chance, nach der letzten Runde des Grunddurchgangs in einer Woche unter den Top sechs zu stehen.

Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg gegen Hartberg. Außerdem müsste ausgerechnet Erzrivale Austria auswärts gegen Sturm gewinnen. Schon bei einem Unentschieden hätten die zwei Punkte vor dem Siebenten Rapid liegenden sechstplatzierten Steirer aufgrund der besseren Tordifferenz wohl die Nase vorne. Mit einem Heimremis gegen die Admira wäre der drei Punkte vor Rapid liegende WAC fix durch. Der Achte Mattersburg, punktegleich mit Rapid, hat wegen des noch schlechteren Torverhältnisses nur noch theoretische Chancen.

Andreas Gruber brachte den SVM in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, Philipp Schobesberger sorgte in der 38. Minute für das 1:1. Der Siegestreffer der Burgenländer in der 81. Minute ging auf das Konto von Thorsten Mahrer.

TSV Hartberg - WAC 1:1 (0:1)

Der WAC hat es am Sonntag verabsäumt, sich vorzeitig das Ticket für die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga zu sichern. Die Kärntner spielten beim TSV Hartberg nur 1:1 und können daher in der letzten Runde vor der Ligateilung noch aus den Top sechs verdrängt werden. Die Ausgangslage für das Team von Christian Ilzer ist mit einem Drei-Punkte-Plus auf den Siebenten Rapid aber nach wie vor gut.

Der weiter fünftplatzierte WAC ging in der Profertil Arena dank eines herrlichen Weitschusstreffers von Christopher Wernitznig (36.) völlig verdient in Führung. Nach einer Gelb-Roten Karte für Marcel Ritzmaier (56.) kamen die Hausherren aber besser in die Partie und wurden mit dem Ausgleich von Rajko Rep (66./7. Saisontor) belohnt. Damit gingen für beide Teams die Sieglosserien weiter, sie haben seit sieben Partien nicht mehr gewonnen. Der TSV hat bei einem Rückstand von drei Punkten und dem klar schlechteren Torverhältnis als Sturm Graz eigentlich keine Chance mehr auf das obere Play-off.

Daniel Luxbacher und der SKN St. Pölten spielen trotz der Niederlage gegen die Admira in der Meistergruppe.
Daniel Luxbacher und der SKN St. Pölten spielen trotz der Niederlage gegen die Admira in der Meistergruppe.
- APA

Admira Wacker - SKN St. Pölten 3:2 (1:1)

Der SKN St. Pölten ist im Kalenderjahr 2019 in der Bundesliga zwar weiter sieglos, hat aber vorzeitig den Sprung in die Meistergruppe geschafft. Dafür durfte sich die Mannschaft von Trainer Ranko Popovic am Sonntag sogar eine 2:3-(1:1)-Niederlage bei der Admira leisten, da Rapid gleichzeitig bei Mattersburg verlor. Die Admira ist mit nunmehr drei Siegen ins Frühjahr gestartet.

Der Gastgeber ging in der 36. Minute durch einen Kopfball-Treffer von Emanuel Aiwu nach einem Freistoß in Führung, weniger später glich Luca Meisl (40.) ebenfalls nach einer Standardsituation aus. Nach der Pause hatte die Admira zwar mehr vom Spiel, doch St. Pölten die besseren Möglichkeiten. Nach einem etwas glücklichen Tor von Sasa Kalajdzic (83.) fielen noch zwei Treffer in der Nachspielzeit: Erst glich Rene Gartler (92.) per Hands-Elfmeter aus, in der 94. Minute traf erneut Aiwu zum Admira-Sieg.