Letztes Update am Di, 19.03.2019 13:40

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Salzburg-Coach Rose wird nicht Nagelsmann-Nachfolger in Hoffenheim

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den im Sommer nach Leipzig wechselnden Trainer Julian Nagelsmann ist 1899 Hoffenheim fündig geworden. Nicht wie lange spekuliert Salzburg-Trainer Marco Rose, sondern ein alter Bekannter soll die Mannschaft auf dem eingeschlagenen Kurs halten.

Noch-Salzburg-Coach Marco Rose.

© gepaNoch-Salzburg-Coach Marco Rose.



Zuzenhausen — Der frühere Assistenztrainer Alfred Schreuder tritt bei der TSG 1899 Hoffenheim in die großen Fußstapfen von Julian Nagelsmann. Der 46-Jährige wird im Sommer Trainer beim Fußball-Bundesligisten, wie der Club am Dienstag mitteilte. Schreuder löst dann den 31 Jahre alten Senkrechtstarter und künftigen Leipziger Coach ab. Schreuder kehrt vom niederländischen Spitzenclub Ajax Amsterdam zurück in den Kraichgau. Bei der TSG arbeitete er von Oktober 2015 bis Januar 2018 als Co-Trainer von Nagelsmann. Er tritt sein neues Amt am 1. Juli an und erhält einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022, wie der Club am Dienstag mitteilte.

„Er kennt unsere Strukturen"

„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Hoffenheim und weiß um die große Herausforderung, aber genau darin liegt für mich ein besonderer Reiz", erklärte Schreuder in einer Vereinsmitteilung. „Natürlich wird es hilfreich sein, dass ich die Strukturen des Clubs ebenso kenne wie alle handelnden Personen." Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen betonte: „Alfred kennt unsere Strukturen und den Großteil des Teams, außerdem hat er durch seine hervorragende Expertise sowie eine strategische, klare und kommunikative Art maßgeblich zum Erfolg der vergangenen Jahre beigetragen."

Nagelsmann hatte bereits im Juni verkündet, dass er nach dieser Saison zum Erstliga-Rivalen RB Leipzig wechselt. Dort hat er einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2023 unterschrieben. Als möglicher Nachfolger war lange Marco Rose von Österreichs Meister RB Salzburg gehandelt worden.

„Hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen"

Nagelsmann war zwar mit Hoffenheim in dieser Saison als Neuling in der Gruppenphase der Champions League gescheitert, hat den einstigen Dorfclub seit seinem Amtsantritt im Februar 2016 aber auf ein neues Niveau gehoben. Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp hatte vor einger Zeit in einem Interview der „Frankfurter Rundschau" betont, dass man große Hoffnungen habe, einen Trainer zu finden, „der ähnlich tickt" wie Nagelsmann: „Wir werden bestimmt keinen alten Fahrensmann holen."

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Zu Schreuders Rückkehr erklärte Hopp nun: „Schreuder hat bereits als Co-Trainer bei der TSG hervorragende Arbeit geleistet und auch menschlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schon unmittelbar nach Bekanntwerden von Julians Abgang war Alfred Schreuder im engsten Kreis unserer Trainerkandidaten." Schreuder habe bereits bewiesen, „dass er für einen Fußball steht, den auch die TSG Hoffenheim auszeichnet: mutig, frisch, offensiv", sagte Hopp. (dpa)