Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.04.2019


2. Liga

WSG-Coach Silberberger: „Die größte Gefahr ist die interne Gefahr“

Nach einem 2:0-Sieg gegen Amstetten rückte Ried gestern im Titelkampf bis auf einen Zähler an die WSG Wattens heran.

Noch kein zwingender Baustein im Spiel der WSG Wattens - Sinan Kurt wartet wie viele andere auf einen ?magischen? Moment.

© gepaNoch kein zwingender Baustein im Spiel der WSG Wattens - Sinan Kurt wartet wie viele andere auf einen ?magischen? Moment.



Von Alex Gruber

Ried, Wattens – Der dritte Sieg im Frühjahr bei zwei weiteren Unentschieden brachte Ried nach 20 Spieltagen der zweiten Fußballliga bis auf einen Zähler an Wattens heran. Fünf Punkte machten die Oberösterreicher unter Neo-Coach Gerald Baumgartner seit der Winterpause gut, weil es die WSG bislang nur auf sechs Punkte (ein Sieg, drei Remis, eine Niederlage) von 15 möglichen Punkten brachte.

„Von ein paar kommt permanent zu wenig“, machte Wattens-Trainer Thommy Silberberger gestern seinem Ärger Luft, ohne Namen zu nennen. Dafür genügte aber ein Blick auf die Leistung der Offensivabteilung in Linz:

Von Winter-Neuzugang Sinan Kurt, den beiden routinierten Angreifern Lukas Katnik und Milan Jurdik oder den jungen Sturm-Talenten Kelvin Yeboah oder Allhassane Soumah war ungeachtet der Einsatzminuten so gut wie nichts zu sehen. Die totale Abhängigkeit von den Genieblitzen eines Benni Pranter wird für den Meistertitel genauso wenig reichen wie auf Dauer zu viele Remis. Denn obwohl es den Wattenern trotz schwacher Vorstellung zuletzt auch gelang, bei BW Linz nicht zu verlieren (1:1), und man die einzigen beiden Niederlagen gegen Ried kassierte, müssen am Weg nach vorne wieder Lösungen her.

„Man muss das Glück als Angreifer auch einmal erzwingen und darf nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen“, fordert Silberberger Entschlossenheit und Durchsetzungswillen ein. So wie es beispielsweise der laufstarke Rechtsverteidiger Sebastian Santin beim Führungstreffer in Linz vorlebte.

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Silberberger weiß ganz genau, dass man sich jetzt nicht auseinanderdividieren lassen dürfe. Schon in der Wintervorbereitung hatte er gewarnt: „Die größte Gefahr ist die interne Gefahr.“ Die reiche von beleidigten Spielern, Ablenkungen in Social-Media-Kanälen bis hin zu Freizeitplanungen, die womöglich über dem Fußball stünden. In dieser Woche muss man sich im Gernot-Langes-Stadion wieder einen. Das große Ziel vom Titel und Aufstieg geht sich neben der entsprechenden sportlichen Form nur mit eine­m „Wir“-Gefühl aus.