Letztes Update am Fr, 12.04.2019 15:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Wacker erhält Bundesliga-Lizenz nur unter Auflagen

Die Innsbrucker müssen eine quartalsmäßige Reorganisationsüberprüfung und zudem eine monatliche Liquiditätsberichterstattung abliefern.

Im Falle eines Wattener Aufstiegs, werden auch die Kristallkicker im Tivoli ihre Heimspiel austragen.

© gepaIm Falle eines Wattener Aufstiegs, werden auch die Kristallkicker im Tivoli ihre Heimspiel austragen.



Wien – Der Senat 5 der österreichischen Fußball-Bundesliga hat zwei Vereinen die Lizenz für die Bundesliga bzw. Zulassung für die Zweite Liga für die Saison 2019/20 verweigert. Zweitligist Austria Klagenfurt und der aufstiegswillige Regionalligist FC Mauerwerk erhielten in erster Instanz keine Spielgenehmigung, gab die Liga am Freitag bekannt.

Aus der Bundesliga haben vier Clubs die Lizenz nur unter Auflagen erhalten. Austria Wien muss das Budget überarbeiten und bis 15. Oktober einen Liquiditätsplan für die kommende Saison erstellen. Admira, Wacker Innsbruck und SKN St. Pölten müssen eine quartalsmäßige Reorganisationsüberprüfung abliefern, Innsbruck zudem eine monatliche Liquiditätsberichterstattung.

Die WSG Wattens hat die Lizenz für die 2. Liga ohne Auflagen erhalten. Im Falle eines Aufstiegs in die Bundesliga müssen die Kristallkicker ihre Heimspiele allerdings im Innsbrucker Tivoli austragen.

Klagenfurt mit rechtlichen, Mauerwerk mit finanziellen Problemen

Austria Klagenfurt wurde die Zulassung aus rechtlichen Gründen verweigert. Die Kärntner waren im Februar von der in Hamburg ansässigen Firma Home United samt aller Verbindlichkeiten übernommen worden. Der Plan ist, den Profibetrieb auszugliedern, das Ziel ist der Aufstieg in die Bundesliga.

Mauerwerk wurde aus finanziellen Gründen die Lizenz verweigert. Der Wiener Ostliga-Verein war zuletzt negativ in die Schlagzeilen geraten. Laut Spielergewerkschaft VdF hatte ein Spieler einen Vereinsfunktionär wegen des Verdachts des schweren Betrugs bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Aus der Regionalliga haben daher nur vier Vereine bzw. Mannschaften die Zulassung erhalten. Aus der Regionalliga Mitte der überlegene Tabellenführer GAK sowie die Sturm Graz Amateure, aus der Westliga Tabellenführer Dornbirn und aus der Ostliga Rapid II.

Daher könnte es dazu kommen, dass es heuer nur zwei statt geplante drei Aufsteiger aus der Regionalliga und damit auch nur zwei Absteiger aus der Zweiten Liga gibt. Denn aufstiegsberechtigt sind nur Mannschaften auf den ersten zwei Plätzen, Rapid II liegt derzeit aber nur auf Rang fünf mit zehn Punkten Rückstand auf den zweitplatzierten FC Mauerwerk. Tabellenführer ASK Ebreichsdorf hat keine Aufstiegsambitionen und daher keinen Lizenzantrag gestellt.

Austria Klagenfurt und Mauerwerk können innerhalb von acht Tagen beim Protestkomitee Protest einlegen, die Frist endet heuer aufgrund des bevorstehenden Osterwochenendes am 23. April. Das Protestkomitee entscheidet bis 29. April, womit die verbandsinternen Instanzen ausgeschöpft sind. Bei einem neuerlichen negativen Bescheid können die beiden Vereine vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht gehen. (APA)