Letztes Update am Fr, 26.04.2019 14:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Harrer will den FC Wacker nicht als Absteiger verlassen

Der FC Wacker Innsbruck hofft in Altach (Samstag, 17 Uhr/live TT.com-Ticker) auf den Turnaround im Abstiegskampf. Bei Martin Harrer stehen die Zeichen auf Abschied.

Nach dem Frühjahr wird Martin Harrer den Wacker-Dress endgültig ausziehen.

© gepaNach dem Frühjahr wird Martin Harrer den Wacker-Dress endgültig ausziehen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Bei der bitteren 0:4-Heimniederlage gegen Altach musste Martin Harrer am Dienstag wegen Hüftproblemen passen, unter Neo-Coach Thommy Grumser spielte der 26-jährige Mittelfeldstratege aber auch zuvor in den vergangenen Wochen kaum eine Rolle. „Es steht von beiden Seiten fest, dass ich Wacker Innsbruck im Sommer verlassen werde und es ist kein Geheimnis, dass ich nicht zufrieden bin“, meldet sich der Steirer zu Wort, der im selben Atemzug aber gleich unterstreicht: „Mein Ziel ist es, dass wir die Liga halten. Ich will Innsbruck sicher nicht als Absteiger verlassen“, notiert Harrer, der Tirols Landeshauptstadt nicht zuletzt wegen seiner Freundin Marina lieben gelernt hat.

Ob er bei seiner Liebe zum Leder im schwarz-grünen Kreis noch etwas beitragen kann, wird einerseits die Fitness – am Donnerstag stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein – und andererseits Grumser entscheiden: „Ich hoffe, dass ich noch spielen kann.“

Mit vier Saisontreffern – einer davon glückte ihm in Runde drei beim 2:1-Auswärtssieg in Altach Anfang August – ist der Blondschopf hinter Zlatko Dedic (6) Wackers zweitbester Torschütze. Fast die Hälfte aller und der ingesamt so wenigen Treffer (21) geht auf das Konto der Beiden. Der zuletzt ebenfalls nicht berücksichtigte Daniele Gabriele und angeschlagene Cheikhou Dieng (jeweils 3) folgen.

Der FC Wacker sucht neben dem Weg zum erfolgreichen Torabschluss ja auch wieder eine Strategie für solide Abwehrarbeit. „Wir kassieren zu viele Treffer und zahlen Lehrgeld“, weiß Harrer, der „tolle junge Spieler“ wie Matthäus Taferner lobt. „Es hilft nichts, wenn wir attraktiv spielen, aber mit leeren Händen dastehen. Am Ende wollen die Leute Siege bejubeln“, erinnert er sich ans alte Kalenderjahr zurück. „Wir haben nach Niederlagen gegen Mattersburg und die Admira im Herbst auch einsehen müssen, dass es uns nichts bringt, wenn wir schön spielen. Dann haben wir unter Karl Daxbacher umgestellt und eine kleine Serie gestartet“, denkt er an den 5-3-2-Mantel zurück, der auch noch in der Wintervorbereitung – z. B. beim 0:0-Remis gegen Schachtar Donzek – zuweilen durchaus gut saß. Was gleichermaßen nichts daran ändert, dass er der klaren Spielidee von Grumser nur in irgendeiner Art und Weise die Qualität abspricht.

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Es geht im (Fußballer-)Leben darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und die richtigen Mittel für den bestehenden Moment zu wählen. Harrer – „der Trainer entscheidet“ – fordert vor den letzten „fünf Finalspielen“ nichts für sich ein. Es liegt aber an Coach Thommy Grumser, die „Richtigen“ für den Altach-Kader zu finden. Und ein Schuss Routine hat im Abstiegskampf noch sehr selten geschadet ...