Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.04.2019


Fußball

Der FC Wacker muss im Ländle dringend Punkte sammeln

Fünf Spiele bleiben Tabellenschlusslicht FC Wacker in der Qualifikationsgruppe, um den drohenden Abstieg zu vermeiden. Im heutigen „Rückspiel“ in Altach (17 Uhr) spricht allerdings alles gegen die Schwarzgrünen.

Am Dienstag waren Taferner und Gründler am Boden zerstört, während die Altacher im Tivoli jubelten. Heute will sich der FC Wacker revanchieren.

© gepaAm Dienstag waren Taferner und Gründler am Boden zerstört, während die Altacher im Tivoli jubelten. Heute will sich der FC Wacker revanchieren.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Weil die Hoffnung bekanntlich zuallerletzt stirbt und im Fußball in jedem Spiel sehr viel möglich ist, klammert sich der FC Wacker an die letzten fünf Strohhalme, um diese verkorkste Saison doch noch mit dem Klassenerhalt zu schaffen. Die kommenden fünf Runden werden für Trainer, Spieler, Funktionäre und Fans ein Kraftakt, der das Nervenkostüm strapazieren wird. Für das heutige kleine Westderby (17 Uhr) in Altach fällt es schwer, positive Argumente für die dringend notwendige Trendumkehr in der Qualifikationsgruppe zu finden. Denn die 0:4-Heimpleite gegen die Vorarlberger sitzt ebenso schwer im Nacken wie das leidige Abstiegsgespenst.

„So ein Spiel wie diese 0:4-Niederlage hab’ ich noch nie erlebt. Nur gut, dass wir vier Tage später gleich die Gelegenheit haben, uns zu revanchieren und einiges besser zu machen“, erklärte Wacker-Verteidiger Christian Klem. Trainer Thomas Grumser plant keine Kaderänderung und verweist darauf, dass die letzten beiden Spiele nicht so schlecht waren, wie es die Ergebnisse zum Ausdruck brachten. Dem 39-Jährigen ist sehr wohl bewusst, dass nur eines zählt: „Wichtig ist, dass wir unterm Strich ein gutes Ergebnis erzielen, das in weiterer Folge Kräfte freisetzen kann. Auch, damit wir in Ruhe auf das Hartberg-Spiel hinarbeiten können.“ Gegen die Steirer geht es am 4. Mai zu Hause im direkten Duell um den Klassenerhalt. Bei Punktegleichheit in der Endabrechnung hätte Wacker das bessere Ende, da bei den Tirolern nach dem Grunddurchgang die Punkte abgerundet wurden.

Vorerst ist der Blick aber nur auf Altach gerichtet. „Wir müssen es schaffen, über 90 Minuten konsequent unsere Leistung zu bringen und gute Phasen für Tore zu nützen“, meinte Grumser, der wohl ohne den angeschlagenen Cheikhou Dieng planen muss. Auch Stefan Meusburger ist mit geschwollenem Knöchel fraglich. Manuel Maranda, der auf der Transfergerüchtebörse mit einem Wechsel nach England gehandelt wird, verteidigt heute im Zentrum wohl an der Seite von Matthias Maak.