Letztes Update am Sa, 27.04.2019 12:42

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Wacker II gegen Wattens: Das Duell zweiter alter Kollegen

Das Zweitliga-Derby zwischen Wacker II und Wattens wirft seine Schatten voraus. Die WSG muss nach dem Rieder Kantersieg gegen Wr. Neustadt (7:0) nachziehen.

Ticken ähnlich – Thommy Silberberger und Flo Schwarz.

© gepaTicken ähnlich – Thommy Silberberger und Flo Schwarz.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Die WSG Wattens „muss“ im Titelduell mit Ried am Sonntag bei der Matinee (10.30 Uhr) am Innsbrucker Tivoli liefern, die Wacker-Fohlen „können“ – das untermauern 18 Zähler, die die schwarzgrünen Zukunftshoffnungen in acht Partien und einem ungeschlagenen Frühjahr geholt haben. „Schon ihre ganze Saison ist bemerkenswert und jetzt sind sie auch keinem Druck von hinten mehr ausgesetzt“, merkt WSG-Coach Thom­my Silberberger an. Gestern spionierte er mit seinem Sohn Max bei Amstetten – Young Violets kommende Gegner aus, Manager Stefan Köck und Co-Trainer Martin Svejnoha machten das zeitgleich bei der Partie OÖ Juniors – Horn. „Wir wollen ja unbedingt in die Bundesliga“, notiert Silberberger, der sich aufs Derby freut. Mit Wacker-Coach Flo Schwarz hat er zusammen beim FC Tirol und in Wörgl gekickt: „Ich mag den Flo narrisch gern. Er hat in Wörgl die Freistöße vorne herausgeholt und ich habe sie geschossen“, schmunzelt Silberberger.

„Ich mag seine ehrliche und direkte Art, außerdem hat er auch einen guten Schmäh“, bekundet auch Schwarz seine Sympathie für den alten „Spezl“: „Und in Sachen Taktik und Aufstellung weiß ich, dass er immer für eine Überraschung gut ist.“

Am Mittwoch ließ Schwarz seine Zweitliga-Debütanten Simon Rumer und Felix Köchl (rückte ins ÖFB-U17-Team für die EURO ein) noch beim 2:1-Heimsieg gegen die Austria auflaufen. „Ein Spiel gegen einen guten Gegner ist immer noch besser als ein Training, wo sich auch einer verletzen kann.“

Dass das Derby aufgrund der drohenden Abstiegsgefahr der Wacker-Profis und einer möglichen Machtverschiebung hochstilisiert wird, ist Schwarz klarerweise nicht entgangen: „Man muss dieses Spiel aber nicht größer machen, als es ist. Wir sprechen ganz normal über den Gegner.“