Letztes Update am Sa, 27.04.2019 19:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

4:1-Triumph in Altach, Wacker aber weiterhin Tabellen-Schlusslicht

Der FC Wacker Innsbruck kehrte nach vier Niederlagen in Serie durch einen 4:1-Erfolg über Altach auf die Siegerstraße zurück. Weil aber auch Hartberg (4:3 bei Rapid) gewann, bleibt die Rote Laterne in Tirol.

Zlatko Dedic hatte mit zwei Toren maßgeblichen Anteil am Wacker-Sieg.

© APAZlatko Dedic hatte mit zwei Toren maßgeblichen Anteil am Wacker-Sieg.



Altach - Der FC Wacker hat das Siegen noch nicht verlernt. Die Innsbrucker feierten am Samstagabend einen 4:1-Erfolg gegen den SCR Altach und revanchierten sich damit für die 0:4-Pleite unter der Woche gegen die Vorarlberger.

Zlatko Dedic war mit einem Doppelpack (23., 60.) Matchwinner der Schwarzgrünen, die zuletzt viermal hintereinander verloren hatten. Alexander Gründler (80.) und Daniele Gabriele (89.) sorgten im Finish für einen klaren Sieg. Für Altach war es die erste Niederlage in der Qualifikationsgruppe und die erste unter Trainer Alex Pastoor, mit dem es davor in fünf Spielen drei Siege und zwei Remis gegeben hatte.

Knett blieb mit Hexenschuss in der Kabine

Altach legte zunächst auch los. Benedikt Zech (3.) und Christoph Gebauer (4.) scheiterten in aussichtsreicher Position, in Führung gingen aber die Tiroler. Nach Horvath-Lochpass setzte sich Dedic im Zweikampf gegen Jan Zwischenbrugger durch und schob den Ball ins Tor (23.).

Danach übernahm aber Altach mehr und mehr das Kommando und kam per Elfmeter zum Ausgleich. Nach einem Foul von Lukas Hupfauf an Mergim Berisha im Strafraum verwertete der Gefoulte den Strafstoß souverän (34.).

Gelungene Choreographie: Die Wacker-Fans machten optisch und akustisch auf sich aufmerksam.
Gelungene Choreographie: Die Wacker-Fans machten optisch und akustisch auf sich aufmerksam.
- gepa

Nach der Pause, in der Innsbruck-Torhüter Christopher Knett wegen eines Hexenschusses in der Kabine blieb und durch Hidajet Hankic ersetzt wurde, legten die Gäste einen Gang zu und wurden mit der neuerlichen Führung belohnt. Dedic hatte keine Mühe, die ideale Hereingabe von Sascha Horvath zu seinem achten Saisontor zu verwerten (60.).

In der 73. Minute hatten die Tiroler Glück, als ein Schuss des unmittelbar davor eingewechselten Kristijan Dobras an der Stange landete. Meist hatte die Elf von Thomas Grumser die Altacher aber gut im Griff und machte nach einem katastrophalen Fehlpass von Samuel Oum Gouet durch Gründler alles klar. Nach einem Kopfball von Altach-Stürmer Berisha an die Stange (88.) fixierte Gabriele im Konter den Endstand.

Grumser: "Bewiesen, dass wir noch nicht tot sind"

"Wichtig waren in erster Linie die drei Punkte. Wir wollten Altach in der Abwehr beschäftigen, das ist uns gut gelungen. Wir hatten auch das nötige Glück auf unserer Seite bei den beiden Stangenschüssen von Altach", sagte Gründler, der erstmals seit fünf Jahren wieder über ein Tor in der Bundesliga jubeln durfte, im Sky-Interview.

Trotz des ersten Sieges nach vier Niederlagen in Serie bleibt der FC Wacker Schlusslicht in der Bundesliga. Hartberg gewann zeitgleich überraschend 4:3 gegen Rapid und liegt weiter zwei Zähler vor den Tirolern. Kommende Woche kommt es zum direkten Duell zwischen den beiden Mannschaften im Tivoli (Samstag, 17.00 Uhr/TT.com-Live-Ticker).

"Das war wieder eine enge Partie, ein harter Fight. Das Ergebnis ist vielleicht eine Spur zu deutlich ausgefallen. Wir haben bewiesen, dass wir noch nicht tot sind, dass wir an uns glauben - so werden wir weitermachen", schwor Trainer Thomas Grumser seine Mannschaft auf den Abstiegskracher gegen Hartberg ein: "Dieses Match hat Endspiel-Charakter!" (TT.com)