Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 13.05.2019


Bundesliga

Der FC Wacker hat den Klassenerhalt noch selbst in der Hand

Zwei Runden vor Saisonschluss der tipico-Bundesliga ist die Lage für Tabellen-Schlusslicht FC Wacker Innsbruck nach der 0:1-Niederlage in Hütteldorf zwar extrem kritisch, aber noch nicht hoffnungslos.

Noch besteht Hoffnung, dass der Tabellenletzte FC Wacker in den beiden noch ausstehenden Runden doch noch den Klassenerhalt in der tipico-Bundesliga schafft.

© gepaNoch besteht Hoffnung, dass der Tabellenletzte FC Wacker in den beiden noch ausstehenden Runden doch noch den Klassenerhalt in der tipico-Bundesliga schafft.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Hütteldorf war für den FC Wacker einmal mehr keine Reise wert – mit Schlusspfiff im Allianz-Stadion hängt die Rote Laterne wieder im Tivoli. Nur sieben Siege haben die Schwarzgrünen nach 30 Runden zu Buche stehen, das 0:1 bei Rapid war die 18. Saisonniederlage. Zwei Runden vor Schluss liegt der Aufsteiger aus dem Westen auf dem letzten Platz. Die Lage ist extrem kritisch, aber noch nicht hoffnungslos. „Dass wir in den letzten beiden Runden punkten müssen, war ohnehin klar. So viel hat sich also nicht geändert“, richtet FCW-Coach Thomas Grumser den Fokus auf das nächste „Finale“ am kommenden Samstag gegen die Admira.

„Wir haben in den Endspielen gegen Hartberg und zuvor in Altach schon bewiesen, dass wir mit solchen Extremsituationen umgehen können.“ Das wird auch notwendig sein, denn mit einer weiteren Pleite sind die schwarzgrünen Weichen wohl endgültig auf Zweitklassigkeit gestellt. Dreimal hat die Admira den FC Wacker in dieser Saison schon relativ klar (1:3, 0:3, 1:3) in die Schranken gewiesen, ein vierter Sieg der Niederösterreicher wäre fatal für den Innsbrucker Traditionsklub. Im letzten Auswärtsspiel muss Grumser auf Lukas Hupfauf verzichten. Der Abwehrspieler sah gegen Rapid die fünfte Gelbe Karte und ist somit am Samstag gesperrt. Dafür meldete sich der erkrankte Michael Schimpelsberger zurück und wird morgen in das Mannschaftstraining einsteigen.

Der Blick auf die Tabelle soll nicht hemmen, der Rückfall ans Tabellenende wird daher auch nicht als so tragisch gesehen. „Wir sind wieder Letzter, hätten aber in den letzten beiden Spielen sowieso punkten müssen“, meinte etwa Abwehrspieler Matthias Maak nach dem Schlusspfiff in Hütteldorf. Der Glaube in der Mannschaft, den Klassenerhalt zu schaffen, sei definitiv da. Und die Rechnung könnte schon am Samstag aufgehen. „Wenn wir drei Punkte holen und Hartberg verliert in Altach, dann sind wir durch“, so Grumser. Denn in der letzten Runde kommt es zum direkten Duell Hartberg gegen Admira und bei Punktegleichheit mit den Steirern werden die Tiroler vorgereiht, weil ihre Punktezahl bei der Halbierung abgerundet wurde. Klingt kompliziert, wäre aber eine entspannende Variante für das letzte Saisonspiel im Tivoli gegen Mattersburg.