Letztes Update am So, 12.05.2019 19:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Austria bezwang Sturm Graz 3:1, WAC festigte den dritten Platz

Die Wiener sind damit als Fünfter nach Punkten gleichauf mit den viertplatzierten Grazern. Der WAC greift nach dem Fixticket für die Europa League.

Christoph Monschein (Austria/M.) und Co. dürfen sich wieder Hoffnungen auf einen Europacupplatz machen.

© APAChristoph Monschein (Austria/M.) und Co. dürfen sich wieder Hoffnungen auf einen Europacupplatz machen.



Sturm – Austria 1:3

Die Austria hat die Chance auf das Europa-League-Fixticket in der Fußball-Bundesliga gewahrt. Die Wiener behielten am Sonntag in der 30. Runde bei Sturm Graz mit 3:1 die Oberhand und liegen als Fünfter weiter vier Punkte hinter dem drittplatzierten WAC. Sechs Punkte sind in den letzten beiden Runden noch zu vergeben. Die Grazer sind nur noch wegen des besseren Torverhältnisses vor der Austria.

Überragend im Dress der Wiener war Kapitän Alexander Grünwald, der einen Doppelpack (33., 57.) schnürte und den dritten Treffer von Christoph Monschein (85.) auch noch vorbereitete. Coach Robert Ibertsberger durfte sich damit über seinen zweiten Sieg in seiner jungen Amtszeit freuen, zwei der jüngsten drei Spiele wurden gewonnen. Für Sturm setzte es auch im vierten Heimspiel der Meistergruppe eine Niederlage. Der zu dem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer von Otar Kiteishvili (29.) war die einzige Ausbeute.

Noch keine Neuigkeiten gab es bei der Austria in der Trainerfrage. „Es macht keinen Sinn jeden Namen, der aufpoppt, zu kommunizieren. Fakt ist, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde“, sagte Sportchef Ralf Muhr im Sky-Interview. Lange werde es aber nicht mehr dauern. „Wir wollen es mit Ende der Saison festgelegt haben“, so Muhr.

WAC – St. Pölten 4:0

Der WAC ist am Sonntag auf Kurs Richtung Fixplatz in der Fußball-Europa-League eingeschwenkt. Die Wolfsberger feierten in der Bundesliga-Meistergruppe durch Treffer von Kevin Friesenbichler (32.), Mario Leitgeb (51.), Stefan Gölles (59.) und Sekou Koita (72.) einen 4:0-Heimsieg über den SKN St. Pölten und sicherten damit den maßgeblichen dritten Platz ab.

Die beiden verbliebenen Konkurrenten Sturm Graz und Austria sind gleichzeitig die Gegner der Kärntner in den letzten beiden Runden. Bei zwei Remis oder einem Sieg aus diesen Partien ist der WAC fix Dritter und spielt dann zumindest bis Dezember international.

WAC-Coach Christian Ilzer wurde zuletzt mit einem Wechsel zur Austria in Verbindung gebracht, wollte derartige Spekulationen jedoch nicht bestätigen. „Letzte Woche war ich angeblich fix beim LASK, gestern fix bei der Austria, nächste Woche bin ich dann möglicherweise Eishockey-Trainer beim KAC“, sagte Ilzer im Sky-Interview vor dem Anpfiff.

Salzburg – LASK 2:1

Red Bull Salzburg untermauerte indes seine Vormachtstellung in der Fußball-Bundesliga am Sonntag noch einmal. Der Serienmeister entschied den Schlager der 30. Runde gegen Fast-Vizemeister LASK mit 2:1 (2:0) für sich und blieb gegen den härtesten Saisonrivalen auch im vierten Duell unbesiegt. Der Vorsprung an der Tabellenspitze wurde dadurch zwei Runden vor Saisonende auf zwölf Punkte ausgebaut.

Der 18-jährige Erling Haaland (13.) traf zum ersten Mal in der Salzburger Dress, Fredrik Gulbrandsen (37.) legte noch vor der Pause das 2:0 nach. Den nach dem Seitenwechsel stark verbesserten Linzern gelang durch Gernot Trauner (49.) nur der Anschlusstreffer. Viel wichtiger als die Partie war für die „Bullen“ am Sonntag aber der Blick auf einen Nebenschauplatz. Da sich Champions-League-Finalist Tottenham in der englischen Premier League in der letzten Runde erwartungsgemäß Rang vier sicherte, sind die Salzburger kommende Saison erstmals in der Red-Bull-Ära in der Gruppenphase der „Königsklasse“ vertreten.

Während sich die Spieler in den Stadionkatakomben auf die zweite Hälfte vorbereiteten, gab es für die Anhänger im Stadion die frohe Kunde aus England. Um den Anlass gebührend zu feiern, wurde die Champions-League-Hymne abgespielt.

Auch dem LASK gelang es damit nicht, die imposante Heimserie der Salzburger zu beenden. Der Double-Sieger ist vor eigenem Publikum in Pflichtspielen schon 63 Partien (52 Siege, 11 Unentschieden) und in der Liga 43 Spiele in Folge unbesiegt. Beim 0:1 gegen die Admira am 27. November 2016 war Marco Rose noch nicht im Amt. Der Deutsche, der sich nach Saisonende in Richtung Borussia Mönchengladbach verabschiedet, könnte damit das Kunststück zuwege bringen, als erster Salzburg-Trainer ohne Heimniederlage zu bleiben. (APA)