Letztes Update am Mo, 20.05.2019 15:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


U21-Europameisterschaft

U21-Team hochmotiviert: „Fahren nicht als Touristen nach Italien“

Das U21-Team peilt bei der EM-Premiere in Italien das Halbfinale an. „Wir möchten jedem zeigen, dass wir kein Wunschgegner sind“, betonte Teamchef Werner Gregoritsch.

Werner Gregoritsch und Leo Windtner haben bei der U21-EM Großes vor.

© gepaWerner Gregoritsch und Leo Windtner haben bei der U21-EM Großes vor.



Klagenfurt – „Wir fahren nicht als Touristen nach Italien, und wir möchten jedem zeigen, dass wir kein Wunschgegner sind.“ Diese EM-Marschroute gab U21-Teamchef Werner Gregoritsch am Montag bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt vor. Er und ÖFB-Präsident Leo Windtner gaben gemeinsam mit LOC-Präsident Alessandro Costacurta und Projektleiter Andrea Stefani einen Ausblick auf die U21-EM, die am 16. Juni beginnt.

Wie Windtner sagte, bedeute Fußball in Österreich „patience and passion“. Einerseits viel Geduld, die notwendig war, sich erstmals für eine U21-EM zu qualifizieren. Und andererseits die Leidenschaft, die es im Vorfeld eines solchen Turniers zu mobilisieren gilt. „Die Spieler, die etwa schon im A-Team sind oder bei internationalen Clubs im Einsatz sind, sind brennheiß, hier dabei zu sein“, wusste der ÖFB-Präsident zu berichten. Das „Sahnehäubchen“ sei, dass die österreichische Mannschaft nicht weit von der österreichischen Grenze entfernt, in Udine und Triest, ihre Gruppenspiele austragen werde.

Wie Gregoritsch verriet, sei man bereits sehr motiviert und verbringe einige Zeit mit der Analyse der Gegner. „Wir wollen zeigen, dass man uns ernst nehmen muss. Wenn wir dann Qualität zeigen und am Boden bleiben, sind wir sicher für die eine oder andere Überraschung gut“, betonte Gregoritsch. Im Kader habe man Spieler, die mit Großereignissen gut umgehen können, weil sie zum Beispiel in Ligen spielen, wo sie sehr gefordert werden. Momentan habe er einen Großkader von 35 Spielern, mit denen er regelmäßig in Kontakt sei.

Am 17. Juni findet das erste Gruppenspiel Österreichs gegen Serbien statt. „Natürlich gehen wir nach Italien, um im Idealfall ins Semifinale zu kommen“, sagte Gregoritsch. Für besondere Spannung sei gesorgt, wenn das Spiel gegen Deutschland (23. Juni) zu einem „Entscheidungsspiel“ wird. Die Vorbereitungen beginnen am 2. Juni, ab diesem Tag ist das Team bis 11. Juni in Bad Tatzmannsdorf kaserniert. Am 14. Juni wird die Mannschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verabschiedet und reist ins Quartier nach Udine. (APA)