Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 26.05.2019


Regionalliga West

Hörti mit 31 Jahren am Zenit

Die Reichenau revanchierte sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen Anif für die 0:6-Pleite im Herbst. Torhüter Matthias Hörtnagl glänzte und war damit der Vater des Erfolgs.

Gerd Gerber (r.) und seine Reichenauer drehten gegen Anif einen Rückstand um und siegten noch 3:1.

© zeitungsfoto.at/LieblGerd Gerber (r.) und seine Reichenauer drehten gegen Anif einen Rückstand um und siegten noch 3:1.



Von Thomas Mair
Innsbruck — 0:1 nach drei Minuten und zahlreiche Patzer in der Defensive — die Reichenau schien am Samstag in der Anfangsphase des Heimspiels gegen Anif an das erste Westliga-Duell im Herbst anzuschließen. Damals gingen die Innsbrucker 0:6 in Salzburg unter, doch dieses Mal zeichnete sich Torhüter Matthias Hörtnagl mehrmals aus und hielt seine Elf im Spiel.
„Hörti befindet sich derzeit in Hochform", zieht Coach Gernot Glänzer den Hut vor dem 31-Jährigen im Wissen, dass die gut zweijährige Zusammenarbeit mit Torwart-Trainer Werner Brugger Früchte trägt: „Er leistet eine super Arbeit und hat Hörti besser gemacht."
Am Samstag nutzte seine Elf die zahlreichen Paraden und drehte die Partie noch mit 3:1 zu ihren Gunsten. Ins Auge stachen dabei die Treffer von Sebastian Siller, der vier Leute ausstiegen ließ und verwandelte, und der direkt verwandelte Freistoß von Patrick Steinkellner. „Er traf über die Mauer ins lange Eck", ließ Glänzer wohl eines der letzten Tore des 31-Jährigen Revue passieren. Steinkellner wechselt zum Saisonende bekanntlich die Seiten und wird Trainer bei Patsch/Ellbögen.