Letztes Update am Fr, 24.05.2019 15:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Der sofortige Wiederaufstieg wäre bei Wacker nur Wunschdenken

Die Gerüchteküche brodelt: Wie geht es mit dem FC Wacker weiter, sollten die Innsbrucker am Samstag absteigen? Eines ist klar: Der Gang in Liga zwei würde zum Umdenken zwingen.

Vor rund einem Jahr am 11. Mai 2018 feierte der FC Wacker mit seinen Fans den Aufstieg. Am Samstag könnte es für die Schwarzgrünen zurück in Liga zwei gehen.

© gepaVor rund einem Jahr am 11. Mai 2018 feierte der FC Wacker mit seinen Fans den Aufstieg. Am Samstag könnte es für die Schwarzgrünen zurück in Liga zwei gehen.



Innsbruck — Allerhand Gerüchte begleiten die augenblicklich unsichere Situation rund um den Ligaverbleib bzw. den drohenden Abstieg des FC Wacker Innsbruck. Das in Liga zwei ausbleibende Fernsehgeld (statt 1,5 Mio. Euro nur noch 250.000) würde zum Umdenken zwingen, am Montag werden nach dem Saisonfinale die Weichen gestellt. Ein sofortiger Wiederaufstieg kann im Fall des Abstiegs nicht garantiert werden, ist unwahrscheinlich. Zu wackelig ist die Basis:

  • Das Modell mit drei Kampfmannschaften der Herren steht aufgrund der Mehrkosten zur Diskussion: Das Antreten der dritten Mannschaft war aufgrund von Alters- und Aufstiegslimit (Bezirksliga) von Beginn an nie friktionsfrei, aber auch die Eliteliga-Zukunft einer zweiten Mannschaft scheint trotz jüngster Bekenntnisse noch im Unklaren. Kader und Fahrtkosten stellen das Projekt in Frage.
  • Auch die Neuausrichtung des Vereins im Fall des Abstiegs wird maßgeblich durch Sponsorenzusagen beeinflusst, die meisten Verträge (u. a. die der Hauptgeldgeber Tiwag und Hypo) sind ausschließlich für Liga eins gültig.
  • Und auf Managementebene (derzeit vier Bereichsverantwortliche) scheint Hauptamtlichkeit durchaus auf dem Prüfstand. Der für sportliche Belange zuständige General Manager Alfred Hörtnagl (Vertrag unbefristet) wird mit deutschen Vereinen in Verbindung gebracht, Kontakte hätte der Matreier angesichts seiner Zeit in Fürth und Erfurt. Alternativ scheint eine vornehmlich ehrenamtliche operative Führung denkbar, um das angespannte Budget zu entlasten. (floh)