Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.06.2019


UPC Tirol Liga

Zirl löste das letzte Ticket für die Regionalliga Tirol

Der abschließende Spieltag in der UPC Tirol Liga stand gestern im Zeichen des Aufstiegskampfes. Zirl ließ dabei nichts anbrennen.

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© Michael Kristen



Von Daniel Lenninger

Zirl — Die Anspannung verwandelte sich am Freitagabend im Lager des FC Zirl in eine Mischung aus Freude und Erleichterung. Die Mannschaft von Trainer Martin Hofbauer hat ihre Trümpfe am finalen Spieltag der UPC Tirol Liga ausgespielt und durch einen klaren 8:0-Heimsieg über Zams den Aufstieg in die im Sommer neu eingeführte Regionalliga Tirol fixiert. Bereits vor dem Tabellenvierten der Endabrechnung war Meister Hall, Telfs und Imst der Sprung nach oben gelungen.

„Die Mannschaft hat super auf die Drucksituation reagiert und sich belohnt", meldete sich Hofbauer, der auch in der kommenden Saison auf der Zirler Kommandobrücke stehen wird, aus der Jubeltraube zu Wort. Winterneuzugang Stefan Milenkovic (vier Treffer) und Dreifachtorschütze Samuel Krismer erlebten einen Sahnetag. Den Aufstieg musste sich die Truppe um Kapitän Thomas Bergmann hart erarbeiten. Nach einem fulminanten Saisonstart mit vier Siegen in Folge kassierte Zirl erst Ende Oktober beim 1:2 in Volders die erste Niederlage. Nach weiteren vier Pleiten in sechs Runden kam es zum Wechsel an der Seitenlinie, an der bis zu diesem Zeitpunkt Christoph Aschenwald regiert hatte. Der erfahrene Hofbauer erwachte aus seinem Trainer-Ruhestand und führte Zirl nach einem mageren torlosen Remis gegen Natters zu sechs vollen Erfolgen in Serie.

Alte Muster

Der Grundstein für den Aufstieg war damit gelegt, ehe die Zirler in alte Muster verfielen — und Niederlagen in Kematen und gegen Volders den Kampf um Platz vier zuspitzten. Die Zirler Saison lieferte einen ständigen Wandel zwischen Genie und Wahnsinn — der Auftritt am Freitag ließ sich neben wilden Aufholjagden bei den Wattener Amateuren und am Telfer Emat wieder dem erstgenannten Extrem zuordnen. „Ich habe eine Mannschaft übernommen, die körperlich in einer guten Verfassung war", lobte Hofbauer auch seinen Vorgänger. Seine Aufgabe sei darin gelegen, „das Kopfproblem zu lösen, um die vorhandene Qualität auf den Platz zu bringen".

Trotz Siegen gingen die auf einen Zirler Umfaller hoffenden Verfolger Wattens Amateure und Kematen leer aus. Während Imst Mitaufsteiger Telfs mit einer 5:1-Packung in die Sommerpause schickte, beendete die Union die Saison als Schlusslicht.