Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 16.06.2019


Bundesliga

Die Bundesliga-Fixplätze im Trainerkarussell sind rar

Wenn es in der österreichischen Fußball-Bundesliga eine fixe Konstante gibt, dann sind das die Wechsel auf den Trainerbänken der Klubs.

Hartbergs Markus Schopp bleibt als einziger Bundesliga-Coach in Amt und Würden.

© gepaHartbergs Markus Schopp bleibt als einziger Bundesliga-Coach in Amt und Würden.



Innsbruck — Hätte man auf Markus Schopp als einzigen „Überlebenden" im Trainerkarussell der tipico-­Bundesliga getippt, wäre ein satter Gewinn herausgekommen. Zwölf Trainer starteten im Sommer 2018 in die Saison, nur Markus Schopp blieb übrig. Alle anderen Klubs haben ihre Übungsleiter gewechselt. Ein Teil wurd­e abgeworben (Rose, Glasner, Ilzer, Kühbauer), andere mussten wegen Erfolglosigkeit gehen. Die Ligareform mit den Play-offs wird von den Trainern kritisch gesehen. Kurios, dass alle Teams der Meistergruppe 2019 mit neuen Trainern in die neue Saison starten.

Salzburg: Trainer Marco Rose wechselt zum deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, Jesse Marsch ist sein Nachfolger beim Meister. Der 45-jährige US-Amerikaner unterzeichnete einen Dreijahresvertrag. Zuletzt war er Assistenztrainer bei RB Leipzig.

LASK: Oliver Glasner übernimmt den VfL Wolfsburg, Ex-Bayern-Profi Valerie­n Ismael wird neue­r Coach der Linzer.

Austria: Am 11. März wurde Trainer Thomas Letsch von seinen Aufgaben entbunden, Interimscoach Robert Ibertsberger wurde nach Saisonschluss abgelöst, weil Christian Ilzer vom WAC losgeeist und mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet wurde.

WAC: Am 28. Mai teilte der Wolfsberger AC mit, dass der Salzburger Gerhard Struber neuer Trainer und Nachfolger von Ilzer wird.

Sturm: Die Steirer beendeten am 5. Juni die Zusammenarbeit mit Roman Mählich. Am 12. Jun­i wird offiziell, dass Nestor El Maestro die Blackies übernimmt.

St. Pölten: Die Niederösterreicher beurlaubten am 13. Juni Trainer Ranko Popovic und präsentieren nur zwei Tage später bereits den Deutschen Alexander Schmidt als neuen Trainer. Der 50-Jährige war zuletzt in der Akademie des FC Red Bull Salzburg tätig. (w.m.)

„Vertrauen zahlt sich meistens aus"

Innsbruck — Dass in der Bundesliga Trainer­entlassungen auf der Tagesordnung stehen, bereitet Thomas Silberberger kein Kopfzerbrechen. „Weil ich ein Langzeittrainer bin", schmunzelt der 46-Jährige und verweist auf sechs Jahr­e in Kufstein und zuletzt sechs erfolgreiche Jahr­e bei der WSG Wattens, die mit dem Aufstieg gekrönt wurden. „Ich bin von meiner Arbeit felsenfest überzeugt", konzentriert sich Silberberge­r vor dem Saisonstart auf Verstärkungen: „Unser Ziel ist der Klassen­erhalt und das werden wir auch schaffen."
Dass die Trainerstühle in der höchsten österreichischen Spielklasse permanent wackeln, sei ein Wahnsinn. Dass sich Vertraue­n bezahlt macht, habe der Aufstieg bewiesen: „Wir haben nicht immer gut gespielt, aber erfolgreich." Warum Hartberg den Klassen­erhalt schaffte, liegt für Silberberger auch auf der Hand: „Weil die Funktionäre Ruhe bewahrten und dem Trainer vertrauten." (w.m.)