Letztes Update am Sa, 15.06.2019 15:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


U21-EM

60-Millionen-Euro-Stürmer Jovic verleiht der U21-EM Star-Appeal

Nicht nur bei Österreichs U21-Nationalteam fehlen einige große Namen, die bei der Europameisterschaft in Italien und San Marino eigentlich noch spielberechtigt wären.

Serbiens Starstürmer Luka Jovic wurde diese Woche bei Real Madrid als Neuzugang präsentiert. Kostenpunkt: rund 60 Millionen Euro.

© AFPSerbiens Starstürmer Luka Jovic wurde diese Woche bei Real Madrid als Neuzugang präsentiert. Kostenpunkt: rund 60 Millionen Euro.



Udine – Bei der U21-EM bekommen Europas Fußball-Talente nach einer langen Saison die Chance, sich auf internationaler Ebene noch mal in den Vordergrund zu spielen. Alles, was Rang und Namen hat bis zum Jahrgang 1996, ist aber nicht vor Ort im Einsatz. Die prominentesten Abwesenden sind der 20-jährige PSG-Stürmerstar Kylian Mbappe und Manchester-City-Angreifer Leroy Sane.

Ihr Fehlen ist verständlich, die beiden sind längst Stützen in ihrem A-Team, Einsätze in der U21 stehen nicht mehr auf der Tagesordnung. Von den Deutschen, die zum Abschluss der Gruppenphase am 23. Juni auf Österreich treffen, wären auch noch Thilo Kehrer (PSG), Kai Havertz (Leverkusen), Julian Brandt (Leverkusen) und Timo Werner (Leipzig) einsatzberechtigt. Sie alle sucht man vergebens. Nummer eins in der Wertung der Abwesenden ist England. Mit Joe Gomez (Liverpool), Ben Chilwell (Leicester Cit­y), Trent Alexander-Arnold (Liverpool), Decla­n Rice (West Ham), Dele Alli (Totten­ham), Jado­n Sancho (Dortmund) und Marcus Rashford (ManUnited) geben die „Three Lions“ mehr als die Hälfte einer ganzen Mannschaft vor.

ÖFB-Team verzichtet auf Laimer und Lazaro

Andere Teams verfolgen eine andere Philosophie. Dazu zählt vor allem U21-EM-Rekordsieger Italien, der alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um vor eigenem Publikum das Turnier zum sechsten Mal zu gewinnen.

Luka Jovic, der gerade in Europa in aller Munde ist, wird trotz fixiertem Transfer von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid und zwei EM-Qualifikationsspielen mit dem A-Team in den vergangenen Tagen die U21 unterstützen. „Er wechselt um eine Ablöse von 60 Millionen zu Real Madrid und sagt, er spielt bei der U21, weil er mit dem Team auch in der Qualifikation gespielt hat. Das zeigt, was er für ein Herz hat“, so ÖFB-U21-Teamchef Werner Gregoritsch.

Bei Spanien fehlen mit Marco Asensio (Real) und Rodrigo (Atletico) nur zwei Topspieler. Bei Frankreich ist neben Mbappe mit Bayerns Kingsley Coman ein zweiter Offensivstar nicht im Aufgebot. Österreichs prominenteste Abwesende sind Valentino Lazaro (Hertha BSC) und Konrad Laimer (Leipzig) sowie der angeschlagene Maximilian Wöber, der beim spanischen Topclub FC Sevilla immer wieder zu Einsätzen kam. (APA, w.m.)

null
-