Letztes Update am Mi, 19.06.2019 19:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

FC Wacker kündigt allen Mitarbeitern: Im Budget fehlt noch eine Million

Der FC Wacker Innsbruck muss künftig “kleinere Brötchen“ backen. Der Tanz auf der finanziellen Rasierklinge geht weiter. Sportlandesrat Geisler zeigte sich von der Vorgehensweise der Schwarz-grünen “verwundert“.

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Helmut Judmaier • 20.06.2019 14:17
Die Maßnahme des FC Wacker ist schon drastisch aber trotzdem in sich stimmig – zumindest wenn man es nicht anders sehen will. Man hat 3 Millionen an Budget aufstellen können – gar nicht so wenig, wenn man bedenkt, dass von den letztjährigen ca. 5.5 Mio Einnahmen ca. 1.5 Mio an TV Geld (= größter Sponsor) weggefallen sind und einiges der bisherigen Groß-Sponsoren nun an die WSG fließt. Natürlich ist die Frage berechtigt, was denn die Marketingagentur bisher gebracht hat, und ob man mit den 3 Mio nicht doch auskommt. Trotzdem kann ich die Aufregung von politischer Seite nicht nachvollziehen. Anstatt anzuerkennen, dass die jetzige Vereinsführung es geschafft hat, in zweieinhalb Jahren den Verein zu entschulden (das entspricht grob gerechnet einer Rendite von 16%! - 2 Mio / 12.5 Mio), man ein Konzept entwickelt hat, um eine durchgängige und gute Ausbildungsschiene von den Kindern bis zum Jungprofi anzubieten (Bsp. M. Taferner) und man ENDLICH nicht mehr bereit ist, Geld auszugeben, das nicht da ist, wird man postwendend politisch gescholten. Dabei wäre genau jetzt ein guter Zeitpunkt, dieses Konzept zu vervollständigen, und den Bau einer Trainingsstätte zu unterstützen. Dass man den Medien kaum einmal etwas recht machen kann (siehe z.B. der nicht ganz subtile TT Hinweis im heutigen Artikel zu Florian Jamnig) ist nicht neu. Setzt man auf arrivierte Spieler, wird die fehlende Jugend bemängelt. Baut man eine starke Jugendschiene auf, wird bemängelt, dass man nicht alles in die Profis steckt. Schon ein bisschen zum Kopfschütteln. Ich für meinen Teil wünsche dem FC Wacker alles Gute und hoffe, dass man in den kommenden Wochen, möglichst viele private Sponsoren und Unterstützer auftreiben kann, die den neuen Weg sehr wohl gut finden und sich damit identifizieren können. Das sollte den finanziell gesicherten Neuaufbau eines verschlankten Verwaltungsapparates ermöglichen. Ein endlich schuldenfreier Verein sollte eine gute Startbasis für eine langfristig stabile Zukunft sein.
Martin Schatz • 20.06.2019 18:54
Sehr gut auf den Punkt gebracht. Super, dass man sowas hier auch mal lesen kann.

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