Letztes Update am Mi, 26.06.2019 22:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Rückschlag für die WSG: Verteidiger Cabrera fällt lange aus

Rund um den schwebenden Transfer von Flo Rieder gingen die Wogen hoch. Sowohl Bundesliga-Aufsteiger WSG Swarovski Tirol als auch Absteiger FC Wacker Innsbruck haben aber auch sonst im eigenen Team genug zu tun.

Verletzte sich an der Schulter – Ione Cabrera (r.) setzt aber auf eine konservative Behandlung.

© Michael KristenVerletzte sich an der Schulter – Ione Cabrera (r.) setzt aber auf eine konservative Behandlung.



Von Alex Gruber

Wattens – Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Bezüglich des Ablösestreits um Rieder, der vom Tivoli ins Gernot-Langes-Stadion wechseln soll, wollte sich WSG-Sportmanager Stefan Köck deswegen nicht mehr groß äußern: „Es ist schon zu viel geredet worden. Man muss abwarten, welche Lösungen die Berater jetzt finden. Es ist sicher nicht gut, weiterhin Öl ins Feuer zu gießen.“ Coach Thommy Silberberger kommentierte es auch kurz und knapp: „Es gibt eine Transferstreitigkeit, aber mehr berührt mich das nicht.“ Eine Einigung schien sich anzubahnen, da wie dort beriet man im Vereinsvorstand über das weitere Vorgehen.

Die WSG Swarovski Tirol hatte gleich am zweiten Trainingstag einen Schockmoment zu verdauen: Abwehrchef Ione Cabrera, der im Frühjahr nicht nur bei defensiven Rettungstaten, sondern auch als Mann für entscheidende Tore geglänzt hatte, zog sich nach einem harmlosen Zweikampf im Training eine Schulterluxation zu. Der Spanier will aber vorerst auf die Zähne beißen und die Verletzung konservativ behandeln. Der 33-jährige Edelroutinier plant bereits am Freitag ins Mannschaftsraining einzusteigen. Eine OP würde wohl einen monatelangen Ausfall bedeuten.

Wie gefechtsbereit ist die WSG überhaupt, kann sie – wie die stichelnde Frage lautet – Bundesliga? „Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wir werden unsere Rolle finden und die wird eine gute sein. Dass es mit Sicherheit schwer wird, wissen wir. Aber wir sind dazu da, die Aufgabe zu bewältigen. Bislang haben wir jede Aufgabe erledigt und wir werden auch diese mit Bravour lösen“, spricht Silberberger mit dem Brustton der Überzeugung.

„Bislang haben wir jede Aufgabe erledigt – und wir werden auch die Mission Bundesliga mit Bravour lösen.“
Thomas Silberberger (WSG Swarovski Tirol)
„Bislang haben wir jede Aufgabe erledigt – und wir werden auch die Mission Bundesliga mit Bravour lösen.“ Thomas Silberberger (WSG Swarovski Tirol)
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Das klingt ganz schön mutig, wenn man daran denkt, dass der FC Wacker mit einer Vielzahl an erfahrenen Bundesliga-Spielern (Knett, Maak, Freitag, Kerschbaum, Dedic, Rakowitz) sowie Potenzialspielern (Dieng, Durmus, Gabriele) aus der ersten Liga abgestiegen ist. Aber Köck hält es mit der Ansage, dass eine Mannschaft weit mehr als die Summe einzelner Namen ist: „Ich bin ein Freund davon, nicht nur Einzelspieler zu nennen, sondern auch Faktoren wie Teamgeist und Homogenität. Es ist auch entscheidend, wie man in etwaigen Krisenzeiten zusammensteht – und das haben einige, die den Weg schon lange mit uns zurücklegen, bereits in der Regionalliga hervorragend gemacht. Das ist weit wichtiger, als Einzelspieler oder einen Star herauszupicken. Denn was ist, wenn der sich gleich wehtut?“

Bei allem Glauben an die innere Stärke ist der sportlichen Führung dennoch bewusst, dass man noch „Qualität und Quantität hinzufügen“ muss. Damit die Wachablöse in Sachen Ligazugehörigkeit auch am Papier stehen bleibt.

Wattens verlor ersten Test

Volders – Im ersten Testspiel vor der anstehenden Bundesliga-Saison musste sich die WSG Swarovski Tirol dem letztjährigen Tabellen-Vierten der ungarischen Liga, Honved Budapest, mit 0:3 geschlagen geben. „Es war in Ordnung und für uns in erster Linie eine Bewegungstherapie“, meinte Sportmanager Stefan Köck in einer ersten Reaktion.

Ohne fünf Verletzte (Adjei, Kovacec, Walch, Katnik und Jauregui) konnte Trainer Silberberger bei tropischen Temperaturen am Sportplatz Volders „nur“ sechsmal wechseln. Nah dran an einem persönlichen Highlight war Youngster Mathias Madersbacher, der einen Treffer nur knapp verpasste. Was ein mögliches Engagement von Abwehr-Testpilot Jonathan Cisse betreffe, müsse man sich laut Köck noch beraten. (lex)

WSG Swarovski Tirol - Honved Budapest 0:3

Tore: 0:3 (0:1)

Aufstellung WSG: Oswald (46., Grünwald); Hager (46., Neurauter), Cisse, Gugganig (46., Nitzlnader); Gölles, Svoboda, Toplitsch (46., Mader), Santin; Pranter (46., Madersbacher); Jurdik, Dedic (46., Yeboah).

Nächster Test: Samstag (13 Uhr in Wattens) gegen die FC Bayern München Amateure.