Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.07.2019


Bundesliga

WSG-Coach Silberberger: „Haben alle Positionen doppelt besetzt“

Aufsteiger WSG Swarovski Tirol stabilisiert sein defensives Mittelfeld mit Lukas Grgic, dem fünften Neuzugang in der Sommer-Übertrittszeit. Hartes Trainingsprogramm bis zum Saisonstart am 27. Juli.

Der 23-jährige Mittelfeld-Abräumer Lukas Grgic ist der fünfte Neuzugang der WSG Swarovski Tirol.

© gepaDer 23-jährige Mittelfeld-Abräumer Lukas Grgic ist der fünfte Neuzugang der WSG Swarovski Tirol.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – In der abgelaufenen Saison duellierte sich Lukas Grgic im Ried-Dress mit den Wattenern im Aufstiegskampf der zweiten Liga, ab sofort soll der 23-Jährige das WSG-Mittelfeld stabilisieren. Die Tinte unter dem Vertragswerk war gestern noch nicht trocken, also wollte man sich im WSG-Lager auch nicht groß über den „Sechser“-Transfer äußern. Schließlich hat man die leidige „Causa Rieder“ noch in schlechter Erinnerung.

Doch heute sollte Grgic bereits ins Training einsteigen. 58 Pflichtspiele absolvierte er zuletzt für die Rieder, bei denen er bis 2021 unter Vertrag stand. Dank einer Klausel war es für die Wattener möglich, den „Abräumer“ loszueisen. Laut OÖ Nachrichten sollen rund 100.000 Euro auf das Konto der Wikinger fließen. Ein weiterer Kicker mit Ried-Vergangenheit sollte heute auch ins Training einsteigen – Clemens Walch meldet sich nach langer Verletzungspause zurück.

Nach Stefan Hager, Julian Gölles (beide Wr. Neustadt), Zlatko Dedic und Flo Rieder (beide FC Wacker) ist Grgic der fünfte Neuzugang des Aufsteigers. „Wir haben jetzt einen Kader mit 24 Profis, haben alle Positionen doppelt besetzt, sind also schon ganz gut aufgestellt“, ist Thomas Silberberger mit dem Transferverlauf recht zufrieden. Ein bis zwei Neue sollten noch kommen.

Was dem WSG-Coach Kopfzerbrechen bereitet, ist die lädierte Schulter von Abwehrroutinier Ione Cabrera: „Wenn die noch einmal herausspringt, muss er wohl operiert werden und dann haben wir ein Problem.“ Klar, dass man den Markt schon sondiert hat. Doch ein weiterer Ausländer würde nicht mehr so recht in den Kader passen.

Bis zum Saisonstart am 27. Juli mit dem Tivoli-Heimspiel gegen die Wiener Austria absolviert die WSG, die heute das neue Vereinswappen mit dem Schriftzug Tirol präsentiert, ein hartes Programm. „Die nächsten Wochen haben es in sich“, nimmt Silberberger seine Profis in die Pflicht. Am kommenden Wochenende steht neben schweißtreibenden Trainingseinheiten das Blitzturnier im Zillertal gegen Bremen und Karlsruhe auf dem Programm. Dann warten vor dem ÖFB-Pokalspiel in Treibach am 19. Juli noch die Tests gegen die deutschen Zweitligisten St. Pauli und Ingolstadt.