Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.07.2019


Bundesliga

WSG Swarovski Tirol: Sechs Plätze für acht Legionäre

Sturmjuwel Kelvin Yeboah bleibt bei der WSG Swarovski Tirol an Bord. Der 19-Jährige gilt mit Drei­jahresvertrag als Langzeitaktie.

Die Aktie Kelvin Yeboah soll bei der WSG explodieren.

© Michael KristenDie Aktie Kelvin Yeboah soll bei der WSG explodieren.



Von Alex Gruber

Wattens – Die familiären Fußstapfen von Kelvin Yeboah sind riesengroß. Vater Anthony stürmte einst als Torjäger für Frankfurt, Leeds United oder den HSV und schoss in 59 Länderspielen für Ghana 26 Treffer. In seiner Heimat ist er rund um den Fußballverband ein gewichtiger Mann.

Sohn Kelvin klopfte in der Vorsaison als Joker mit zwei Zweitliga-Treffern bei der nunmehrigen WSG Swarovski Tirol an, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. In der laufenden Vorbereitung, insbesondere beim 4:1-Sieg gegen Bayern II, zeigte er mit zwei Treffern ebenfalls auf.

„Er kann für unsere Spielanlage in der Bundesliga wichtig sein“, attestiert ihm Sportmanager Stefan Köck den nötigen Speed, um im Konter zu stechen. Und manchmal schnalze man bei Aktionen des 19-Jährigen mit der Zunge, manchmal schüttle man auch ein wenig den Kopf. Wie das bei jungen Juwelen, die noch ordentlich geschliffen werden müssen, halt so ist.

„Er ist eine Aktie für die Zukunft“, führt Coach Thomas Silberberger aus. Mit Yeboah hält der WSG-Kader jetzt acht (Oswald/GER, Cabrera/ESP, Jurdik/SVK, Jauregui/ARG, Kovacec/CRO, Adjei/GHA, Dedic/SLO) Legionäre. Nur sechs sind am Spielbericht und für die Fördergelder aus dem Österreicher-Topf erlaubt. „Da werden wir rigoros durchgreifen müssen“, weiß Silberberger. Köck notiert sachlich: „Erstens ist ein Konkurrenzkampf unter den Legionären gut, zweitens kann verletzungsbedingt immer etwas passieren.“ Dino Kovacec, der nach einem Adduktorenriss ein halbes Jahr kein Match absolvierte, braucht noch Zeit. Die Schulterluxation von Ione Cabrer­a ist auch ein kleiner Risikofaktor.

Für das derzeit angedachte 3-5-2-System mit drei zentralen Offensivspielern (einem „Zehner“, zwei Angreifer) hält Wattens laut Silberberger jetzt sieben Mann (Rieder, Walch, Pranter, Jurdik, Katnik, Dedic, Yeboah). In der Defensive wird noch Ausschau (Flo Buchacher?) gehalten.