Letztes Update am Fr, 12.07.2019 09:08

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Der Bauch beim FC Wacker Innsbruck ist noch zu haben

Weil der Sponsorbeitrag stark reduziert wurde, landet das Tiwag-Logo auf der Hose. Im Tivoli-Stadion sind bei Wacker-Spielen künftig nur noch Nord- und Osttribüne offen.

Unter dem TT-Logo ist auf der neuen Dress des FC Wacker Innsbruck noch Platz für einen neuen Hauptsponsor.

© KristenUnter dem TT-Logo ist auf der neuen Dress des FC Wacker Innsbruck noch Platz für einen neuen Hauptsponsor.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Jahrelang war das rote Tiwag-Logo dominant auf der Brust diverser Wacker-Dressen vertreten, mit Beginn der neuen Saison ist die Tiroler Wasserkraft AG nur noch auf der Hose vertreten. Denn der Beitrag des Landesunternehmens wurde nach dem Abstieg drastisch auf rund 300.000 Euro reduziert. Heißt für den FC Wacker, dass der Bauch unter dem TT-Logo sowie dem Liga- und Klubwappen noch sponsortechnisch zu vergeben ist. Zurzeit steht das Wacker-Budget bei 3,1 Millionen Euro, ein Hauptsponsor sollte den Etat entsprechend deutlich in die Höhe treiben.

„Wir haben alles im Griff, mit den nötigen Konsequenzen halt“, blickt Gerhard Stocker auf die kommenden Wochen. „Im September wird eine Zwischenbilanz gezogen. Dann werden wir sehen, wie es danach weitergeht.“ Aus sportlicher Sicht blickt Stocker entspannt in die Zweite-Liga-Zukunft: „Die junge Mannschaft vermittelt eine positiven Eindruck. Die Richtung stimmt“, erklärte der FCW-Präsident nach dem 2:1-Erfolg in Kematen gegen den deutschen Zweitligisten Dynamo Dresden. Testspieler Sunday Faleye, der bei dem Testmatch eine ansprechende Leistung bot, zog sich eine Bänderzerrung zu. Ob der 20-jährige Nigerianer in der Tiroler Landeshauptstadt bleibt, ist noch offen.

Fix ist hingegen, dass bei Ligaspielen des FC Wacker im Tivoli-Stadion aus Kostengründen nur noch die Nord- und die Osttribüne geöffnet werden. Auf der Westseite wird nur ein kleiner VIP-Bereich zugänglich sein. Die Tribüne selbst bleibt dabei aber geschlossen. Warum die Verlagerung in den Osten? Erstens können aus infrastrukturellen Gründen Kameras nur im Westen filmen und die würden dann durchwegs Bilder mit leeren Sitzen liefern. Außerdem will der FC Wacker im Osten mit der dortigen Geschäftsstelle, Café und Vereinsheim eine schwarz-grüne „Homebase“ aufbauen.