Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.07.2019


Uniqa ÖFB-Cup

1:3 gegen Kapfenberg: Schwaz schnupperte kurz an Sensation

Die Freude über den 1:1-Ausgleichstreffer durch Stephan Kuen (71.) währte nicht lang. Fünf Minuten später lag Kapfenberg wieder in Führung und legte noch eins drauf.

Der Traum-Einstand von Stephan Kuen (M.) änderte nichts am Schwazer Cup-Ausscheiden.

© gepaDer Traum-Einstand von Stephan Kuen (M.) änderte nichts am Schwazer Cup-Ausscheiden.



Von Alex Gruber

Schwaz — Als Letzter der sechs Tirol-Vertreter in der ersten ÖFB-Cuprunde war am Sonntag der SC Schwaz gegen Kapfenberg dran. Die Knappenstädter mussten ohne Einser-Goalie Martin Siding und Defensiv-Routinier Tobias Vogler antreten. Die beiden Neuerwerbungen Stephan Kuen (Schützenkönig der UPC Tirol Liga) sowie der neue Japan-Legionär Hikaru Matsui blieben beim Tiroler Regionalligisten vorerst noch auf der Bank.

Nach einem ersten Warnschuss der Hausherren durch Dominik Prötsch (2.) wurde der Zweitligist aus der Steiermark gefährlicher. Eine Faustabwehr von Schwaz-Goalie Philipp Weissenhofer bei einer gefährlichen Flanke (9.) und eine Rettungstat des 17-jährigen Thomas Schwarz (15.) verhinderten aber zunächst Schlimmeres. In der 19. Minute ließen die Schwazer, die von Coach Bernie Lampl in „seinem Lieblingskorsett" (3-3-3-1) aufs Feld geschickt wurden, KSV-Angreifer Paul Mensah jedoch unbehelligt in den Strafraum eindringen, und der bedankte sich mit einem platzierten Schuss zum 0:1. Weil der Torschütze und seine Kollegen nicht nachlegten, war das der Pausenstand.

Schwaz kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Lohn war eine Doppelchance (53.), bei der zuerst Kapfenberg-Goalie Mario Zocher gegen Patrick Knoflach mit einer starken Parade rettete und dann Johannes Kinzner einen Kopfball nur ganz knapp neben das Tor setzte. Im Gegenzug drehte Weissenhofer einen Lang-Weitschuss über die Latte (58.).

Dem offenbar rutschigen Rasen fiel dann nach einem schlechten Rückpass auch KSV-Goalie Zocher zum Opfer, der unfreiwillig in die Knie ging — Joker Kuen schnappte sich die Kugel und schoss sie zum 1:1 (71.) ins leere Tor. Was für ein Schwaz-Einstand für den 20-Jährigen, der aus Wattens gekommen ist. Die Freude währte aber nur fünf Minuten, bis KSV-Kapitän David Sencar nach Schwazer Abseitsreklamationen das 1:2 (76.) gelang. Nach einer kurzen Abwehr von Weissenhofer staubte Daniel Racic zum 1:3 (81.) ab. Damit sind alle vier Tiroler Regionalliga-Clubs (zuvor Kitzbühel, Kufstein, Hall) ausgeschieden.

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„Viele zwingende Chancen hatte Kapfenberg nicht. Die Jungs haben den Fight super angenommen", war Lampl mit der Vorstellung zufrieden.

ÖFB-Cup, 1. Runde

Schwaz – Kapfenberg1:3 (0:1) 500. Tore: Kuen (71.) bzw. Mensah (19.), Sencar (76.), Racic (81.). Schwaz: Weissenhofer; Wildauer, Kinzner, Kreidl; Schwarz, Wurm, Probst; Patrick Knoflach, Cihak (83., Höflinger), Prötsch (58., Matsui); Burger (67., Kuen). Allerheiligen – Rapid1:9 (0:3) Tore: Bernsteiner (79.) bzw. Murg (3., 73.), Hofmann (28.), Dibon (38.), Fountas (54.), Knasmüllner (63.), Schwab (67.), Barac (88.), Arase (92.). Ebenfalls in Runde zwei: WSG Tirol, FC Wacker, RB Salzburg, Austria, Altach, Admira, Sturm, LASK, Mattersburg, WAC, St. Pölten, Ried, Austria Klagenfurt, Austria Lustenau, GAK, Horn, BW Linz, FAC, FC Dornbirn, Steyr, OÖ Uniors, Amstetten, ATSV Wolfsberg, Gleisdorf, Wiener Viktoria, Mannsdorf/Großenzersdorf, Gurten, Ebreichsdorf, WSC Hertha, RB Weindorf. Zweite Runde: 25./26. September.




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