Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.08.2019


Bundesliga

WSG Tirol plant gegen Altach den nächsten Streich

Im heutigen Westderby ab 17 Uhr in der Altacher Cashpoint-Arena will die WSG Swarovski Tirol nach dem Coup gegen die Austria die nächste Überraschung abliefern.

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© gepa



Von Wolfgang Müller

Wattens – Der Auftaktsieg gegen die Austria verlieh dem Selbstvertrauen der WSG Swarovski Tirol einen wichtigen Schub. Mit erheblich breiterer Brust, aber auch dem Bewusstsein, in dieser Liga immer und überall als Außenseiter aufzutreten, will der Aufsteiger im heutigen Westderby ab 17 Uhr gleich nachlegen. „Mit der Leichtigkeit des Seins, wie wir sie aktuell haben, können wir auch in Altach etwas holen“, hat Coach Silberberger einen „Schlachtplan“ ausgearbeitet“, den seine couragierte Truppe so bedingungslos wie gegen die Violetten auch im „Ländle“ umsetzen soll.

Euphorie ist gut, ein Schuss zu viel aber wieder nicht. Daher nimmt Silberberger sein Team in die Pflicht, genau das abzurufen, was die Veilchen aus Wien schon zum Welken brachte: „Totale Aggressivität gegen den Ball und Räume konsequent nutzen.“ Der Respekt vor den Altachern ist groß. „Wenn wir nur einen Bruchteil nachlassen, fahren wir mit leeren Händen wieder heim“, so Silberberger, für den Altach ein Kandidat für die Meisterrunde ist: „eine gefestigte, starke Mannschaft.“

Bei den Tirolern verlief die Woche nach Plan. An der Sieger-Elf gegen die Austria wird nicht gerüttelt. „Es besteht absolut keine Grund, irgendetwas zu verändern“, erklärte Silberberger, der gestern schon mit seinem Team im Bus Richtung Vorarlberg saß. Ione Cabrera beginnt als Abwehrchef. „Sollte etwas mit der Schulter passieren, haben wir einen Plan B. Dann kommt Neurauter in die Verteidigung, weil ich Svoboda auf der Sechs brauche“, so Silberberger, der die Altacher im Cup gegen Kufstein und zuletzt bei der 0:2-Niederlage in Linz zweimal beobachtete: „Sie werden uns hoch attackieren und Berisha wohl von Beginn an neben Gebauer stürmen lassen.“

Weil der Ligaauftakt in die Hosen ging, wollen die Altacher Fans in der Cashpoint-Arena natürlich einen Dreier gegen den Außenseiter aus Wattens bejubeln. Auch zwei, die schon im WSG-Dress Erfolge feierten, wollen die Tiroler heute leiden sehen. Christian Gebauer und Flo Jamnig erinnern sich zwar gern an die schönen Wattener Zeiten, aber gegenwärtig zählt für beide ausschließlich Punkte-Sammeln mit Altach. „Wir müssen ganz anders auftreten als gegen den LASK. Das werden und müssen wir, sonst erleben wir gegen die WSG eine unliebsame Überraschung“, verspricht Gebauer seinen Landsleuten einen heißen Tanz. Der Naviser ist in der Offensive gesetzt, Flo Jamnig wird wohl erst als Joker kommen. „Meine Zeit wird kommen“, lässt sich der Mieminger nicht aus der Ruhe bringen und setzt auf drei Punkte zum Heimauftakt: „Das gelingt nur, wenn wir alles abrufen, was wir draufhaben. Denn Wattens hat schon gegen die Austria gezeigt, dass man den Aufsteiger nicht unterschätzen darf.“