Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 13.08.2019


Champions League

Rückspiel gegen Basel: Die Millionenpartie auf der Linzer Gugl

Schafft der LASK heute die Hürde FC Basel, sind dem österreichischen Vizemeister fünf Millionen Euro sicher.

Nach dem Sieg in Basel will der LASK mit Kapitän Trauner (Mitte) heute in Linz das Play-off-Ticket lösen.

© gepaNach dem Sieg in Basel will der LASK mit Kapitän Trauner (Mitte) heute in Linz das Play-off-Ticket lösen.



Linz – Das Play-off der Champions-League-Qualifikation zum Greifen nah, will der LASK heute Dienstag (20.30 Uhr/live ORF eins) im Heimspiel gegen den FC Basel nachlegen. Trainer Valérien Ismaël erwartet nach dem 2:1-Auswärtssieg einen Gegner, der sich nicht mehr überraschen lässt. „Wir müssen über den Punkt gehen“, forderte der Franzose. „Wir wollen das historische Ziel gemeinsam erreichen.“

Schon das 2:1 im Hinspiel war aus Sicht der Oberösterreicher der bedeutendste Auswärtserfolg der Vereinsgeschichte, der man am Dienstag auf der ausverkauften Linzer Gugl ein weiteres Kapitel hinzufügen könnte. Am Selbstvertrauen sollte es nach fünf Siegen in fünf Pflichtspielen und einem Torverhältnis von 14:3 nicht mangeln. Das jüngste 1:0 bei der Admira war gemäß Ismaël zwar „kein Leckerbissen“, die umfangreiche Rotation dürfte aber ihren Zweck erfüllt haben.

Ismaël, der als erster LASK-Coach drei Ligasiege zum Auftakt seiner Ära gefeiert hat, kann wieder auf seine beste Elf setzen – mit Ausnahme von Verteidiger Christian Ramsebner, der in Basel einen Sehnenriss im Oberschenkel erlitt und vermutlich wieder von „Oldie“ Emanuel Pogatetz vertreten werden wird. Sein Basler Pendant, Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller, musste in den vergangenen Tagen den Ausfall zweier Stürmer verkraften: Albijan Ajeti, der schon im Hinspiel fehlte, wechselte zu West Ham, Ricky van Wolfswinkel laboriert noch an einer gegen den LASK erlittenen Gehirnerschütterung. Kemal Ademi wird in diese Rolle schlüpfen, er traf auch bei Basels 3:1-Heimsieg gegen Servette Genf.

Ein ähnliches Szenario wie vergangene Woche, als Basel gegen den LASK im „Joggeli“ eine ganz schlechte Figur gemacht hatte, erwartete Ismaël nicht: „Das Überraschungsmoment ist nicht mehr da. Sie werden eine andere Intensität ins Spiel bringen und versuchen, so früh wie möglich das 1:0 zu machen.“

In finanzieller Hinsicht wäre schon ein Weiterkommen gegen Basel höchst lukrativ: Selbst die Play-off-Verlierer haben fünf Millionen Euro mehr in der Tasche. Schöne Einnahmen sind den Oberösterreichern aber auch sicher, wenn das Unterfangen am Dienstag scheitert: Denn das Ticket für die Gruppenphase der Europa League hat man fix.

Heute werden fast 14.000 Zuschauer auf die Gugl pilgern, Ismaël setzt auch auf den „zwölften Mann“. „Auf diesem Niveau ist das extrem wichtig“, stellte der ehemalige Verteidiger, der mit Bayern und Werder selbst in der CL-Gruppenphase kickte, klar. Seine Hoffnung drastisch ausgedrückt: „Das Stadion muss nicht brennen, sondern explodieren.“ (APA, w.m.)