Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 16.08.2019


Bundesliga

Kein WSG-Wiedersehen für Tiroler LASK-Kicker Schnegg

Statt mit dem LASK gegen die WSG Tirol spielt David Schnegg heute im Tivoli auf.

David Schnegg (r.) wird heute wieder im Dress der OÖ Juniors wirbeln. Der Verletzungsteufel machte zuletzt vor dem Tiroler nicht Halt.

© gepaDavid Schnegg (r.) wird heute wieder im Dress der OÖ Juniors wirbeln. Der Verletzungsteufel machte zuletzt vor dem Tiroler nicht Halt.



Von Tobias Waidhofer

Linz – Das Internet vergisst nicht. Eine Tatsache, die zuletzt auch das Tiroler LASK-Juwel David Schnegg zur Kenntnis nehmen musste. Denn das soziale Netzwerk „Snapchat“ erinnerte den Oberländer zuletzt daran, dass er am 7. August 2017 mit seinen Imster Teamkollegen nach einem Tiroler-Liga-Spiel ein Fest in Schönwies besucht hatte. Auf den Tag genau zwei Jahre später saß der inzwischen 20-Jährige beim Auswärtssieg in der Champions-League-Qualifikation im Basler St. Jakobs Park auf der Bank. „Es ist doch relativ schnell gegangen“, lachte der Flügelspieler gestern im TT-Gespräch.

Über Imst, Wattens und den FC Liefering war der Flügelflitzer im Sommer in der Stahlstadt gelandet, wo ihm nach starker Vorbereitung („Es hat von Anfang an gut gepasst“) eine Knöchelverletzung den ersten Schwung nahm. Nach drei Wochen Pause ging gegen die Admira am vergangenen Wochenende trotzdem der Traum vom Bundesliga-Debüt in Erfüllung. Die Freude darüber hielt sich allerdings in Grenzen, denn der Verletzungsteufel schlug erneut zu. „Das hab’ ich mir anders vorgestellt“, schüttelte Schnegg den Kopf. Nach einem Schlag aufs Knie musste der Tiroler kurz nach der Halbzeit w. o. geben. Eine Verletzung, die morgen auch ein sportliches Treffen mit seinen alten Kollegen der WSG Tirol verhindert. Spielpraxis gibt es trotzdem: Schnegg trifft heute (19.10 Uhr) mit den OÖ Juniors im Tivoli auf den FC Wacker. Damit kehrt er in jenes Stadion zurück, in dem er am 9. März 2018 bei einer 1:2-Niederlage der WSG Wattens sein Profi­debüt gegeben hatte. „Das ist schon etwas Besonderes“, weiß Schnegg.

Einer der größten Förderer des Tiroler Talents heißt Thomas Silberberger. „Schad­e, ich hätte mich auf David gefreut“, meinte der Wörgler WSG-Coach. In den Katakomben wird man sich aber wohl über den Weg laufen.

Ganz allgemein erwartet der WSG-Tirol-Trainer eine im Vergleich zum Triumph über den FC Basel stark veränderte Linzer Mannschaft: „Sie werden rotieren, schließlich steht mit dem Match gegen Brügge (Dienstag, Anm.) das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte an.“ Aber auch der zweite Anzug der Linzer mit Akteuren wie Müller oder Raguz ist nicht zu unterschätzen. Besonders angetan hat es Silberberger ein Akteur: „Gernot Trauner ist für mich der beste Innenverteidiger der Bundesliga.“

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.