Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.08.2019


Champions League

Letzte Hürde Brügge: Ein echtes Riesenspiel für den LASK

Die „Gugl“ soll heute (21 Uhr/live DAZN) beim Champions-League-Play-off-Heimspiel des LASK gegen den FC Brügge wieder brennen. 180 Minuten trennen die Linzer Athletiker vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

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© gepa



Linz – Vom Bundesliga-Stadion in Pasching, wo LASK-Coach beim 1:1-Remis gegen die WSG Swarovski Tirol stark rotierte, geht es wieder zurück in die Stahlstadt, wo zuletzt der CL-Quali-Erfolg über den FC Basel frenetisch gefeiert wurde.

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Der LASK ist als Klub innerhalb von ein paar Jahren immens gewachsen. Dem Bundesliga-Aufsteiger 2017 traut man zwei Jahre später sogar den Einzug in die europäische Königsklasse zu. Für die kluge und klare taktische Ausrichtung im 3-4-3-Mantel hat bei den Linzern noch Ismaels Vorgänger Oliver Glasner gesorgt. Aber auch der neue Coach fand offenbar sofort den richtigen Draht zur Mannschaft. Was gut ist, soll man ja nicht (stark) verändern.

Die einheimischen Herren Schlager, Trauner, Ranftl, Michorl und Goiginger sollen das Schiff auch gegen Club Brügge lenken. Die Belgier kommen ohne ganz große Namen – am ehesten sind Ex-Liverpooler Simon Mignolet und der teuerste (Hans Vanaken/11,5 Mio. Euro) ein Begriff – mit einem taxierten Kader-Marktwert von 102 Millionen Euro daher – das ist fast das Fünffache (21,73) vom LASK.

Ausverkauft - wie schon beim 3:1-Sieg gegen den FC Basel wollen die LASK-Fans heute wieder ein Feuerwerk im Linzer Stadion entfachen.
Ausverkauft - wie schon beim 3:1-Sieg gegen den FC Basel wollen die LASK-Fans heute wieder ein Feuerwerk im Linzer Stadion entfachen.
- gepa

Dass mehr Geld nicht besser Fußball spielt, wurde ja schon in der dritten Runde gegen den vormaligen Schweizer Serienmeister aus Basel bewiesen. Das LASK-Herz ist groß, das Pressing stark.

„Der Fokus ist da auf unserer eigenen Stärke, das hat sich nicht geändert gegenüber dem Basel-Spiel. Einziger Unterschied ist, dass sich der Glaube dahin gefestigt hat, dass wir jeden Gegner besiegen können, wenn wir bei 100 Prozent sind und alle ihre Leistung abrufen“, sagte LASK-Coach Valérien Ismael. Brügge beendete die Meisterschaft vergangene Saison wie der LASK auf Rang zwei.

„Sie spielen vom System her ähnlich wie Basel, verfügen aber über mehr Schnelligkeit und haben eine gute Ballsicherheit“, analysierte Ismael. Mit dem 45-jährigen Philippe Clement ist seit dieser Saison ein neuer Coach am Werk, der Belgier kam als Meistertrainer von Genk und steht für Offensivfußball. Dem LASK könnte zugutekommen, dass beim 15-fachen belgischen Meister mit vielen Neuzugängen noch nicht alles reibungslos funktioniert.

Lauffreudig, wie immer aufopferungsvoll und mit Teamwork spiele der LASK laut Ismael im Hinspiel auf Sieg: „Wir sind gegen Basel nicht weitergekommen, weil wir ein 1:1 verteidigt haben, sondern weil wir zwei offensive Spieler gebracht haben und dann die Tore gemacht haben.“ Er wird mit ziemlicher Sicherheit jene Startformation aufs Feld schicken, die auch beim 3:1-Heimsieg gegen die Schweizer begonnen hatte.

Im mit 14.000 Zuschauern ausverkauften Linzer Stadion wird die Luft heute wieder brennen. „Wir müssen nicht darüber reden, was rundherum passiert. Wichtig ist, was wir auf dem Platz zeigen“, weiß Trauner. (lex, APA)