Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.08.2019


Bundesliga

WSG-Verteidiger Gugganig lässt so manchen Zweifler verstummen

David Gugganig stand bei allen vier bisherigen Bundesliga-Spielen der WSG über die volle Spielzeit auf dem Feld. Von Coach Silberberger gibt es großes Lob für den Kärntner.

Zwei Wattener Zweikampfmaschinen: Lukas Grgic (l.) und David Gugganig hatten den defensiven Laden bisher gut im Griff.

© gepaZwei Wattener Zweikampfmaschinen: Lukas Grgic (l.) und David Gugganig hatten den defensiven Laden bisher gut im Griff.



Wattens – Er gewann knapp 58 Prozent seiner Zweikämpfe, bringt 67 Prozent seiner Pässe an den Mann und ist einer der Dauerbrenner im Abwehrverbund der WSG Tirol: David Gugganig stand bei allen vier bisherigen Bundesliga-Spielen über die volle Spielzeit auf dem Feld und hat dabei auch einige Zweifler eines Besseren belehrt.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Dass er nicht der schnellste und beweglichste Verteidiger der Liga ist, weiß der Kärntner natürlich selbst. Trotzdem sagt der 22-Jährige: „Ich versuche immer, mein Bestes zu geben, und werde sicher nichts ändern.“ Wenn es nach seinem Trainer Thomas Silberberger geht, sollte er das auch nicht: „Wenn David auch noch schnell wäre, dann würde er nicht bei uns, sondern ganz woanders spielen. Er macht das in der Bundesliga bisher sehr gut.“

Vor allem eine zentrale Qualität in seinem Spiel steche heraus. „Was die Spieleröffnung betrifft, gibt es nicht so viele, die besser sind“, hat der Abwehrspieler bei seinem Coach einen Stein im Brett und wird voraussichtlich auch am Sonntag (17 Uhr) gegen Sturm Graz in der Startformation stehen. „Als Kind war ich oft im Klagenfurter Stadion. Gegen Sturm waren es immer richtig geile Spiele. “ Es wird überhaupt ein intensiver Tag für die Familie Gugganig. Denn sein zwei Jahre älterer Bruder Lukas verteidigt bekanntlich in der zweiten deutschen Bundesliga für den VfL Osnabrück und ist ebenfalls am Sonntag (13.30 Uhr) in Nürnberg gefordert. Das Defensiv-Gen scheint in der Familie also ausgeprägt, denn auch Cousin Mario ist beim Viertligisten Klagenfurt in der Abwehr im Einsatz: „Ich weiß nicht, wieso wir alle Verteidiger wurden. Früher haben wir weiter vorne gespielt, wahrscheinlich ist es die Größe“, lacht der 1,90 Meter große Abwehrspieler, der seit 2017 in Tirol spielt.

Ein besonderes (Mode-)Accessoire bekommt übrigens Flo Buchacher nach seiner Gesichtsverletzung kommende Woche verpasst. Eine Maske wird gerade in der Schweiz angepasst. Spätestens nach der Länderspielpause will „Buchi“ ins Mannschaftstraining einsteigen. (t.w.)