Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 27.08.2019


Bundesliga

Rückschlag für die WSG Tirol: Grgic fällt auch gegen Salzburg aus

Das 0:2 bei Sturm Graz soll für die WSG Tirol keinen Beinbruch darstellen. Flügelflitzer Adjei kommt aktuell nicht in die Gänge.

Lukas Grgic geht auch gegen Salzburg nicht für die WSG in die Zweikämpfe.

© gepaLukas Grgic geht auch gegen Salzburg nicht für die WSG in die Zweikämpfe.



Von Tobias Waidhofer

Wattens — Es gibt Tage, da hilft auch die beste Vorbereitung nichts. „Wir haben gewusst, dass Sturm aggressiv aus der Kabine kommt, aber wir haben ihnen das Spiel zu leicht in die Hand gegeben", meinte Wattens-Trainer Thomas Silberberger einen Tag nach der 0:2-Niederlage bei Sturm Graz. „Im Endeffekt waren wir ein bisschen zu wenig giftig und gallig."

Einer, der genau für diese Attribute steht, heißt Lukas Grgic. Doch der Oberösterreicher wird wohl auch am Samstag (17 Uhr) gegen Meister Salzburg fehlen. Denn nach einem Schlag auf die Wade quält den 24-Jährigen zusätzlich auch ein Muskelfasereinriss im Oberschenkel. Voraussichtlich wird der defensive Mittfeldmann erst nach der Länderspielpause in das Aufgebot zurückkehren.

Dass der Sieg gegen die Austria und der Punkt bei den Linzer Eurofightern die Ansprüche in der Kristallgemeinde steigen ließ, ist ein Los des Erfolges. „Da muss ich leider gegensteuern", sagt Silberberger. „Die Erwartungshaltung ist nun eine andere. Aber wir hatten eine schwere Auslosung. Die Spiele, die wir sicher nicht verlieren dürfen, kommen erst. Und das sind definitiv nicht Matches gegen Salzburg oder Sturm." Interessanter wird in diesem Zusammenhang schon das Gastspiel in Mattersburg nach den Länderspielen am 14. September.

Nicht wirklich zum Zug bei der WSG kommt aktuell Felix Adjei. In Graz erhielt in Abwesenheit des verletzten Flo Buchacher erneut Kevin Nitzlnader den Vorzug vor dem Ghanaer. „Ich war gegen Altach und St. Pölten unzufrieden mit ihm. Er hat das Zeug, muss sich aber brutal steigern", teilt der Trainer seiner Nummer 17 mit. „Felix funktioniert nur, wenn er Schaum vor dem Mund hat." Eine Aussage, die man auf viele WSG-Akteure ummünzen könnte. Das 0:2 in Graz war eine Bestätigung dieser These.