Letztes Update am Mi, 28.08.2019 08:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Champions League

LASK geht „ohne Druck“ in das Finale um die Königsklasse

Der LASK kämpft heute mit der Hypothek eines 0:1 aus dem Hinspiel im Play-off-Rückspiel um die Teilnahme an der Champions League.

Im Hinspiel mussten sich Thomas Goiginger (l.) und Marko Raguz (r.) den Belgiern geschlagen geben. Heute will der LASK überraschen.

© gepaIm Hinspiel mussten sich Thomas Goiginger (l.) und Marko Raguz (r.) den Belgiern geschlagen geben. Heute will der LASK überraschen.



Brügge – Noch lebt die Hoffnung des LASK auf die ganz große Sensation: die Qualifikation für die Champions League. Den Linzern steht heute (21.00 Uhr/live Sky) allerdings der schwere Gang nach Brügge bevor, wo es das bittere 0:1 aus dem Hinspiel aufzuholen gilt. Trainer Valérien Ismaël gab sich trotzdem optimistisch, die Überraschung schaffen zu können: „Brügge hat den Druck.“

Tatsächlich kann der LASK relativ entspannt an die Sache herangehen. Denn selbst bei einem Ausscheiden hätte man die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase fix. Für die Oberösterreicher, die erst vor zwei Jahren ins Oberhaus zurückgekehrt sind, ohnehin ein großer Erfolg. „Wir haben gar keinen Druck. Wir sind jetzt natürlich am Zug, aber das ändert nichts an unserer Ausrichtung“, betonte Ismaël. Es sei im Prinzip ganz einfach: „Für uns ist es ein Finale, es gibt kein weiteres Spiel.“

Zwei Faktoren waren es, die dem LASK am vergangenen Dienstag das aus Linzer Sicht unglückliche 0:1 bescherten: höchst umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, von denen eine zum Treffer Brügges aus einem Elfmeter führte, aber auch die mangelnde eigene Effizienz. „Wir müssen das besser machen. Wir hatten 14 Chancen, da muss Minimum einer drinnen sein“, betonte Ismaël. Auch deshalb sei der 2:1-Erfolg bei Rapid wichtig gewesen. „Das hat unsere Sinne wieder geschärft.“ Unabhängig von den vorangegangenen Diskussionen um eine mögliche Spielverlegung hat die fordernde Partie in Hütteldorf laut Ismaël keine Kräfteeinbußen mit sich gebracht. „Es sind drei komplette Tage zwischen den Partien. Das brauchen die Spieler, um wieder voll auf Kraft zu kommen. Das wird also kein Problem sein“, betonte der Franzose. Dazu sei das „positive Adrenalin“ durch den Sieg in letzter Sekunde gekommen. „Es ist alles gelaufen, wie man sich das als Trainer wünscht.“

In dieser Hinsicht passte auch das Ergebnis gegen Rapid wie die Faust aufs Auge: Denn mit einem 2:1-Sieg in Brügge würde sich die schwarz-weiße Tür zur ganz großen Fußball-Bühne öffnen ... (APA, a.m.)