Letztes Update am Mi, 28.08.2019 09:43

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM-Quali

Hinterseer zurück im Nationalteam: „Ich bin noch nicht am Zenit“

Fast drei Jahre nach seinem letzten Länderspiel am 15.11.2016 wurde der Kitzbüheler Lukas Hinterseer in den Kader des ÖFB-Nationalteams einberufen. Der Tiroler soll den zurückgetretenen Guido Burgstaller ersetzen.

Am 15. November 2016 war der Tiroler Lukas Hinterseer letztmals im ÖFB-Einsatz. Zu seinen zwölf Länderspielen kam aber vorerst kein weiteres dazu. Das soll sich gegen Lettland (6.9.) und Polen (9.9.) ändern.

© gepaAm 15. November 2016 war der Tiroler Lukas Hinterseer letztmals im ÖFB-Einsatz. Zu seinen zwölf Länderspielen kam aber vorerst kein weiteres dazu. Das soll sich gegen Lettland (6.9.) und Polen (9.9.) ändern.



Von Tobias Waidhofer

Hamburg – Wann immer HSV-Legionär Lukas Hinterseer in Hamburg über den Elbstrand schreitet, werden mit Blick auf das Wasser auch Urlaubsgefühle wach. Genau dort erwischte die TT gestern den Kitzbüheler beim Spaziergang mit seinen Hunden. Die frohe Botschaft vom Comeback im ÖFB-Nationalteam hatte er zu diesem Zeitpunkt natürlich längst vernommen.

„Ich freu’ mich natürlich, es ist ja auch ein bisschen Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal dabei war“, blickte der Tiroler zurück. Und zwar auf den 15. November 2016, als er im Test gegen die Slowakei (0:0) letztmals mit dem Adler auf der Brust aufgelaufen war. Der Teamchef hieß damals noch Marcel Koller.

Bei Franco Foda kam der 28-Jährige trotz 32 Toren in den vergangenen zwei Spielzeiten der 2. deutschen Bundesliga offensichtlich nicht so gut an wie beim Schweizer. Doch der Wind hat sich – auch durch den Rücktritt von Guido Burgstaller – gedreht. „Lukas hatte immer schon seine Qualitäten im Strafraum und stand immer auf unserer Liste“, argumentierte Foda, der Hinterseer beim Match gegen Darmstadt auf die Füße geschaut hatte. „Er hat sich nun noch einmal weiterentwickelt, ist beweglicher und im Kombinationsspiel viel besser geworden.“ Der Tiroler sei „vorne universell einsetzbar“. Er habe das Potenzial, den Angriff der ÖFB-Elf zu beleben. Warme Worte, die es noch unverständlicher erscheinen lassen, warum lange ein Marc Janko ohne Spielpraxis den Vorzug vor dem Kitzbüheler erhalten hatte. Aber das ist seit gestern Vergangenheit.

Die Sätze des Teamchefs gehen bei Hinterseer runter wie Öl. „Ich finde auch, dass ich mich weiterentwickelt habe. Aber ich bin ja mit 28 Jahren auch noch nicht am Zenit.“ Dass sein neuer Verein, der HSV, eine ganz andere Hausnummer als Bochum darstellt, könnte dem ehemaligen Wacker-Kapitän in Sachen ÖFB-Team ebenfalls in die Karten gespielt haben: „Vielleicht schaut man beim HSV jetzt genauer hin.“ In Hamburg fühlt sich der Angreifer jedenfalls pudelwohl – sportlich (bereits zwei Tore und zwei Assists) wie privat. „Es macht wahnsinnig viel Spaß hier.“ Vor zwei Wochen bezog Hinterseer mit Ehefrau Vici ein Domizil knapp außerhalb von Hamburg. „In 20 Minuten bin ich in der Innenstadt“, schwärmt er.

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Mit dem HSV ist der Aufstieg in die Bundesliga jedenfalls fast Pflicht. „Der Druck ist natürlich ein anderer als in Bochum. Aber die Fans geben auch viel Kraft.“ Und Selbstvertrauen. Davon kann sich ÖFB-Teamchef Franco Foda bald persönlich und hautnah überzeugen.