Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


Tiroler Liga

„Jetzt werden wir einfach wieder viermal gewinnen“

St. Johann übt sich derzeit in Konstanz der etwas anderen Art: Nach vier Siegen zum Auftakt setzte es gegen Natters die vierte Pleite in Serie.

Andreas Neurauter und seine Kundler (l.) kamen gegen Mils ins Stolpern, fielen aber nicht. Manuel Eiterer und Co. verloren am Ende 1:2.

© Amir BeganovicAndreas Neurauter und seine Kundler (l.) kamen gegen Mils ins Stolpern, fielen aber nicht. Manuel Eiterer und Co. verloren am Ende 1:2.



Von Alois Moser

St. Johann, Mils – Nach acht Spieltagen hat es auch Natters endlich geschafft: In St. Johann feierten die bislang sieglosen Natterer den ersten vollen Erfolg in der aktuellen Saison der Hypo Tirol Liga. Dank des bereits in der ersten Halbzeit fixierten 2:1-Sieges gaben die Mannen von Trainer Alex Pfurtscheller auch die Rote Laterne wieder ab – der Gegner steckt nach vier Niederlagen indessen in einer veritablen Krise.

„Wir haben uns ein wenig Zeit gelassen“, schmunzelte „Ali“ nach dem ersten Sieg im achten Spiel: „Aber bis vor Kurzem hatten wir einfach zu viele Ausfälle im Kader, wodurch die Trainingsqualität und die Dynamik im Kader gelitten haben.“ In St. Johann brachten die Gäste diesmal endlich eine „konkurrenzfähige Startelf“ auf den Platz. Mit Erfolg: Zwei schnelle Tore sorgten für die frühe Führung. „Wir haben den Matchplan perfekt umgesetzt“, zeigte sich Pfurtscheller mit der Anfangsphase zufrieden. Weniger Freude bereiteten indes der schnelle Ausgleich und die schlechte Chancenauswertung nach der Pause: „Wir hatten genug Chancen, um den Sack zuzumachen.“

Aber auch den St. Johannern, deren „bekannt starkes Flügelspiel“ die Natterer gut neutralisierten, gelang kein Tor mehr – für die so stark in die Saison gestarteten Leukentaler setzte es die bereits vierte Niederlage in Serie. Trainer Thomas Handle sah durchaus Parallelen zum Gegner: „Bei Natters hat man gesehen, was es ausmacht, wenn man einen halbwegs kompletten Kader hat.“ Zu viele seiner Spieler seien nicht fit: „Dann kommt so etwas heraus.“ Außerdem schlage man sich derzeit eigentlich selber: „Wir treffen einfach zu oft die falschen Entscheidungen.“

So kommt es, dass man nach einem Traumstart mit vier Siegen in Serie inklusive Tabellenführung nun nach vier Niederlagen tief in der Krise steckt. „Jetzt werden wir einfach wieder viermal gewinnen“, übt sich Handle in Galgenhumor. Der Gedanke an die rabenschwarze Rückrunde der vergangenen Saison drängt sich geradezu auf: „Wir krauten uns selber auf.“

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Nächste Woche müssen die St. Johanner den schweren Gang nach Kundl antreten, das gestern einen Last-Minute-Sieg in Mils feierte. „Wir hatten das Glück des Tüchtigen“, wusste Kundl-Trainer Roger Kühmaier. „Das Spiel war für uns eine Minute zu lang“, ärgerte sich indes Pendant Andreas Graus nach dem 1:2 in der Nachspielzeit. Dadurch fiel der Aufsteiger um „einen verdienten Punkt“ um. Das Motto der Milser für die kommende Woche gilt indes auch für St. Johann: „Mund abputzen, weitermachen.“