Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 28.09.2019


Bundesliga

Enorm schwere Aufgabe: WSG will den Kärntner Wölfen mutig begegnen

Wie schon beim LASK (1:1) will die WSG Swarovski Tirol heute (17 Uhr) auch auswärts bei den starken Europa-League-Fightern des WAC überraschen.

Will beim WAC wieder kräftig zupacken – auf WSG-Keeper Ferdl Oswald wartet in Kärnten sicher viel Arbeit.

© gepaWill beim WAC wieder kräftig zupacken – auf WSG-Keeper Ferdl Oswald wartet in Kärnten sicher viel Arbeit.



Von Alex Gruber

Wolfsberg — Die Wattener Cupgala (5:2) gegen die Austria ist dem WAC wahrscheinlich ebenso wenig entgangen wie den WSG-Verantwortlichen der Traumauftritt des WAC beim 4:0-Europa-League-Sieg in Gladbach. Aber vom Gestern kann sich keiner was kaufen. Fußball ist und bleibt ein Tagesgeschäft.

Und da spielt seine Truppe für WSG-Coach Thommy Silberberger derzeit bei „Österreichs Mannschaft der Stunde mit überragenden Einzelspielern und einer Red-Bull-DNA" vor. Letzteres ist der Amtsübernahme von Gerhard Struber zu verdanken, der ja aus der Salzburger Pressing-Schule kommt. Die beiden Trainer, der „Strubsi" und der „Silbi", kickten früher gemeinsam bei Austria Salzburg und in Wörgl Und auch WAC-Spielmacher Liendl weckt bei Silberberger Erinnerungen: „Er taugt mir, weil er auch aus 20 Metern mal den Abschluss sucht, so wie ich früher.

„ Sie sind in Österreich derzeit die Mannschaft der Stunde mit Red-Bull-DNA."
Thomas Silberberger (Cheftrainer WSG Tirol)

Bei mir war das eher der Tatsache geschuldet, dass ich den finalen Pass nicht konnte, er kann den aber auch", nimmt sich der WSG-Trainer ein Stück weit selbst auf die Schaufel. Dass man dem israelischen Torjäger Shon Weissman keinen Platz geben darf und ihn an die kurze Leine legen muss, ist klar.

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„Wir wollen natürlich überraschen", legte sich Silberberger gestern auf der Fahrt nach Kärnten seinen Masterplan zurecht, der in Sachen Aufstellung auch gar nicht so leicht zu handhaben war. Vier Routiniers über 30 kehren mit Abwehrchef Ione Cabrera, Speerspitze Zlatko Dedic und den beiden Mittelfeldstrategen Flo Mader und Clemens Walch im Gegensatz zum ÖFB-Cup in den Kader zurück.

„Sie haben Weissman, wir Yeboah", erinnert Silberberger mit einem Augenzwinkern daran, dass der 19-jährige Kelvin Yeboah nach seinen vier Cuptreffern gegen die Austria (als Joker) auch eine Option sei. Der Cupauftritt nährte den Respekt vor den Wattenern und machte sie ein Stück weit unberechenbarer. „Es ist eine unserer Qualitäten, da zu sein, wenn man uns braucht", führt Verteidiger Sandro Neurauter aus, während Silberberger die elf „Richtigen" finden muss.

So schön ein oder gleich mehrere Bonuspunkt(e) beim WAC heute wären, so klar fällt auch der Blick auf die darauffolgende Runde aus, wo dann das Gastspiel bei der Admira am 5. Oktober wartet: „Da ist Verlieren verboten", nickt Silberberger. Heute will die WSG aber zunächst einmal den Wölfen des WAC mutig begegnen.