Letztes Update am Sa, 28.09.2019 18:49

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

0:3-Pleite und zwei Rote für Wacker, Tekir bangt um Karriere

0:3-Heimniederlage gegen Lafnitz, dazu der Kreuzbandriss von Rami Tekir – 1500 Fans erlebten einen rabenschwarzen Wacker-Tag im Tivoli-Stadion.

Wacker-Kicker Rami Tekir (M.) verletzte sich erneut schwer am Knie.

© gepaWacker-Kicker Rami Tekir (M.) verletzte sich erneut schwer am Knie.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Statt des fünften Heimerfolgs in Serie lief für den FC Wacke­r alles schief. Klare 0:3-Heimniederlage gegen Lafnitz, zwei Platzverweise und die schwere Verletzung von Rami Tekir – schlimmer hätte es für die Schwarzgrünen in den wildesten Albträumen nicht laufen können.

Der frühe Schock: Bereits in der zwölften Minute blieb Tekir, der sich nach langer Verletzungspause im Profifußball zurückmeldete, nach einem harmlos scheinenden Zweikampf am Boden liegen. Der 22-Jährige wusste gleich, was es geschlagen hat, und wurde mit der Bahre vom Feld getragen. Die bittere Diagnose: Innenband und vorderes Kreuzband gerissen sowie Teilriss der Patellasehne. Ein Totalschaden im Knie und zugleich der dritte Kreuzbandriss für den Pechvogel innerhalb von zwei Jahren.

FCW-Lähmung: War es Tekirs Verletzung, die Nachwirkung des Pokalspiels gegen den GAK oder die Sperre von Karim Conte, der an allen Ecken und Enden abging? Fakt war, dass die Schwarzgrünen gegen die starken Steirer nie so richtig in die Gänge kamen.

Schiedsrichter: Die knapp 1500 Fans im Tivoli waren sich einig – Schiedsrichter Thomas Fröh­lacher war der Buhmann. Der 26-jährige Kärntner war mit der Spielleitung schwer überfordert und zündete die Partie unnötig an.

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Drei Gegentore: Die Lafnitzer 1:0-Führung resultierte aus einem Distanzschuss von Willia­m Rodrigues ins rechte Kreuz­eck. Die Überzahl nützten die Schützlinge von Ferdinand Feldhofer dann noch durch Lukas Fadinger und Florian Pohart zum klaren 0:3-Auswärtssieg.

Zwei Platzverweis­e: Ausgerechnet beide Wacker-­Innenverteidiger mussten in der hektischen Schlussphase vorzeitig in die Kabine: Meusburger nach Schiedsrichterbeleidigung, und Bacher kassierte nach Unsportlichkeit Gelb-Rot.

Fazit: Nach dem Aufschwung der letzten Wochen ein rabenschwarzer Tag für die Schwarzgrünen, die in der Tabelle auf den zwölften Platz zurückfielen und nur noch drei Punkte über einem Abstiegsplatz stehen. „Der Schiedsrichter wird nie der Grund sein, warum wir ein Spiel verlieren. Wir waren nicht so präsent wie zuletzt und fanden kaum Mittel gegen die bissigen Steirer. Schlimmer als die Niederlage ist natürlich die schwere Verletzung von Rami Tekir“, bilanzierte Thomas Grumser enttäuscht. Zu den Ausschlüssen meinte der FCW-Coach: „Das waren emotionale Ausbrüche. Ich verstehe die Jungs ja irgendwie, aber da müssen wir uns einfach mehr im Griff haben.“