Letztes Update am Fr, 04.10.2019 11:09

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Drohnen-Zwischenfall im Spiel zwischen Düdelingen und Karabach

„Aus Sicherheitsgründen“ hatte der schottische Schiedsrichter John Beaton die Partie in der 36. Minute für etwa 25 Minuten unterbrochen.

Die Drohne kreiste in Düdelingen über dem Spielfeld.

© www.imago-images.deDie Drohne kreiste in Düdelingen über dem Spielfeld.



Nyon – Nach einem Zwischenfall mit einer Drohne beim Europa-League-Spiel zwischen dem luxemburgischen Club F91 Düdelingen und FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan (1:4) hat die UEFA die Spielunterbrechung als richtige Entscheidung verteidigt. „Aus Sicherheitsgründen“ hatte der schottische Schiedsrichter John Beaton die Partie in der 36. Minute für etwa 25 Minuten unterbrochen.

Zu dem Zeitpunkt der Partie war eine Drohne über das Spielfeld geflogen, an der eine Fahne befestigt war, die nach Medienberichten wie eine armenische Fahne aussah. Einige Karabach-Profis versuchten die Drohne mit dem Ball zu treffen, als diese über dem Mittelkreis flog. Daraufhin unterbrach der Unparteiische die Partie. Ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird, wollte die UEFA nach Eingang des offiziellen Spielberichts entscheiden, hieß es.

Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit Jahren in einem festgefahrenen Konflikt um die Kaukasusregion Berg-Karabach, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, aber seit einem Krieg im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion mit russischer Hilfe von Armenien kontrolliert wird.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Konflikt Einfluss auf den Sport gehabt. So trat letztlich der armenische Profi Henrich Mchitarjan im Mai beim Europa-League-Finale seines Clubs Arsenal gegen Chelsea in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku nicht an. (APA/dpa)

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