Letztes Update am Sa, 05.10.2019 07:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Wacker Innsbruck mit bitterer Heimpleite gegen Kapfenberg

Nach der zweiten Heimniederlage in Serie rutscht der FC Wacker in das hintere Tabellendrittel. Ein Weckruf in der Halbzeitpause trug Früchte, war letzten Endes aber zu wenig. Der Ausgleich brachte die Gäste nicht aus dem Gleichgewicht.

Die Enttäuschung war groß.

© GEPA pictures/ Andreas PranterDie Enttäuschung war groß.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Willkommen im Abstiegsstrudel – der FC Wacker bezog am Freitag vor 1525 Zuschauern eine ernüchternde 1:2-Niederlage gegen den Kapfenberger SV und verabschiedete sich in das hintere Tabellendrittel. Nach der Heimpleite gegen Lafnitz folgte nun der zweite Tivoli-Tiefschlag in Serie.

Ein Sieg für Pechvogel Rami Tekir sollte eingefahren werden, aber davon waren die Schwarzgrünen zunächst weit entfernt. Gegen das Schlusslicht aus der Steiermark kamen die Tiroler in der ersten Halbzeit nie so recht auf Touren. Die von Ex-FC-Tirol-Profi Kurt Russ betreuten Falken agierten stets auf Augenhöhe und gingen in der 27. Minute nicht überraschend in Führung.

Die Wacker-Spieler machten Rami Tekir nach dessen drittem Kreuzbandriss mit einer netten Geste Mut.
Die Wacker-Spieler machten Rami Tekir nach dessen drittem Kreuzbandriss mit einer netten Geste Mut.
- GEPA pictures/ Andreas Pranter

Nach einem kurz abgespielten Eckball nützte David Sencar den kollektiven Tiefschlaf der FCW-Verteidigung per Kopf. Nachdem Murat Satin mit einem Kopfball (32.), einem Freistoß (34.) und nach Gründler-Vorlage (37.) nur knapp scheiterte, konnten sich die Hausherren bei Paul Mensah bedanken, dass es beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer beim 0:1 blieb. Denn der Kapfenberg-Stürmer (40.) versemmelte eine Riesenchance kläglich.

Riesen-Aufregung dann in Minute 68

Was immer Thomas Grumser seiner jungen Truppe (Altersdurchschnitt 20,5 Jahre) in der Kabine für den zweiten Spielabschnitt mit auf den Weg gab, es ist angekommen. Atsushi Zaizen leitete die Aufholjagd mit einem Fallrückzieher (47.) ein und kurz darauf konnte endlich gejubelt werden. Alex Gründler (51.) war nach einer scharfen Hereingabe von Thomas Kofler im Zentrum zur Stelle.

Der Ausgleich brachte die Gäste nicht sonderlich aus dem Gleichgewicht. Im Gegenteil – der aufgerückte Ivol Kralj besorgte die neuerliche Führung. Ein Schock für die Innsbrucker, die in der Defensive völlig aus den Fugen gerieten. Grumser reagierte mit einem Doppeltausch (Markus Wallner und Vasi Kusej kamen für Gründler und Conte).

Riesen-Aufregung dann in Minute 68 – ein Faleye-Schuss wurde mit der Hand geblockt, doch der Elferpfiff blieb aus. Kapitän Lukas Hupf­auf handelte sich Gelb wegen Reklamierens ein. Jetzt war Feuer am Dach. In beiden Strafräumen regierte zuweilen die totale Konfusion, mit dem Schlusspfiff war die 1:2-Heimniederlage dann bittere Gewissheit.

Ergebnisse vom Freitag

FC Juniors OÖ – Austria Klagenfurt 0:2 (0:1)

Tore: Aydin (28.), Markoutz (93.)

SV Ried – Vorwärts Steyr 1:0 (0:0)

Tor: Takougnadi (85.)

SV Horn – Blau Weiß Linz 2:4 (1:1)

Tore: Neumayer (12.), Stefel (92.) bzw. Filip (37.),

Schubert (45.+1), Kreuzriegler (83.), Fröschl (91.)

Wacker Innsbruck – Kapfenberger SV 1:2 (0:1)

Tore: Gründler (51.) bzw. Sencar (27.), Kralj (61.)

FAC Wien – SKU Amstetten 0:2 (0:0)

Tore: Peham (50./Elfer, 90.)