Letztes Update am Sa, 05.10.2019 19:58

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM-Quali

Anzeichen verdichten sich: ÖFB-Team wohl ohne Alaba in EM-Quali

Der Verteidiger zog sich einen Haarriss in der Rippe zu und droht bis zu drei Wochen auszufallen. Der FC Bayern will Alaba nicht abstellen.

David Alaba droht eine längere Verletzungspause.

© gepaDavid Alaba droht eine längere Verletzungspause.



München – Die Anzeichen, dass David Alaba dem österreichischen Nationalteam in den anstehenden EM-Qualifikationsspielen am Donnerstag gegen Israel und am folgenden Sonntag in Slowenien nicht zur Verfügung steht, verdichten sich. Gegenüber deutschen Medienvertretern gab Alaba seine Ausfallszeit wegen eines Haarrisses in der Rippe am Samstag mit bis zu drei Wochen an.

„Es können ein paar Tage oder drei Wochen sein. Ich weiß es nicht“, sagte Alaba im Rahmen des Heimspiels seines Clubs Bayern München gegen 1899 Hoffenheim (1:2) laut Reportern von Sport Bild und Sky. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic erklärte zudem, dass man Alaba wie den am Knie verletzten Franzosen Lucas Hernandez nicht für die jeweiligen Nationalteams abstellen wolle.

Bayern-Trainer Niko Kovac verwies zwar auf die vom Weltverband FIFA vorgeschriebene Abstellungspflicht, sagte aber auch: „Wir haben unsere Sichtweise.“ Die Spieler müssten, sofern die Verbände insistieren würden, vorstellig werden. „Dort werden sie von ihren Verbandsärzten untersucht“, erklärte Kovac. „Wenn die Ergebnisse deckungsgleich mit unseren sind, dann ist klar, dass der Spieler nicht eingesetzt werden kann.“

Alaba soll laut ÖFB-Angaben vom Samstagabend vorerst planmäßig am Sonntag nach Wien anreisen. Dort könnte auch die entsprechende Untersuchung stattfinden, nach der eine Entscheidung darüber fällt, ob der 27-Jährige im ÖFB-Aufgebot bleibt, oder ob Teamchef Franco Foda eine Nachnominierung vornimmt.