Letztes Update am Mo, 07.10.2019 08:39

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Die WSG-Welt dreht sich auch nach der Admira-Pleite weiter

Das 1:3 bei der Admira war aus Sicht der WSG Tirol vermeidbar. Den Eigenfehlern zum Trotz betont Trainer Thomas Silberberger: „Ich vertraue meinen Jungs.“

Der vermeintliche Anschlusstreffer von WSG-Verteidiger Stefan Hager kurz nach der Pause wurde nach einer Schwalbe von Fabian Menig aberkannt.

© gepaDer vermeintliche Anschlusstreffer von WSG-Verteidiger Stefan Hager kurz nach der Pause wurde nach einer Schwalbe von Fabian Menig aberkannt.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – Eigentlich war für die WSG Tirol in der Südstadt alles nach Plan gelaufen. Das frühe Tor von Kelvin Yeboah schien die ohnehin vorherrschende „Totengräberstimmung“ in der BSFZ-Arena noch einmal zu verstärken. „Der Auftakt war verheißungsvoll“, wusste auch Trainer Thomas Silberberger. Doch es folgte noch in Durchgang eins ein Selbstfaller nach dem anderen: „Wir haben sehr, sehr viel dazu beigetragen, dass die Admira zur Pause 3:1 führt. Die Tore waren brutal billig, wir haben das Match innerhalb von 20 Minuten verloren.“

Neben den eigenen Unzulänglichkeiten spielten aber auch zwei Pfiffe von Schiri René Eisner eine Rolle: Vor dem Freistoß, der zum Ausgleich führte, hatte Michi Svoboda klar den Ball gespielt. In der zweiten Halbzeit sah der Unparteiische dann beim vermeintlichen Anschlusstreffer von Stefan Hager ein Offensivfoul, das nicht auszumachen war: „Die meisten engen Entscheidungen sind pro Admira ausgefallen. Aber ich möchte mich nicht auf die Schiedsrichter hinausreden, die kriegen ohnehin genug ab.“

Natürlich dreht sich die Welt weiter. Ärgerlich sei die Niederlage aber zweifellos. Schließlich hätte man mit einem Sieg zehn Punkte zwischen sich und Schlusslicht Admira bringen können. Nach der anstehenden Länderspielpause werden gegen Hartberg (20. 10.) wieder Flo Buchacher und Benni Pranter (zitterte in der Südstadt gemeinsam mit Wacker-­Co-Trainer Thomas Perstaller auf der Tribüne mit) zur Verfügung stehen. Das soll auch Zlatko Dedic, dessen Knieprobleme allerdings bald eine Operation nötig machen. „Zlatko ist Profi durch und durch. Wenn es nicht mehr geht, sagt er es.“ Einfluss habe die Verletzung keine auf die Leistung des Slowenen. Da werde „in jeden Griff ans Knie viel hineininterpretiert“.

So war es lange auch bei Ione Cabrera, der erst nach der Winterpause wieder zur Verfügung steht. Aber Akteure wie Hager, Neurauter oder Gugganig haben ihre Bundesliga-Qualität ja längst unter Beweis gestellt. „Wir werden uns nicht auf den Ione (Cabrera, Anm.) hinausreden. Ich vertraue meinen Jungs.“