Letztes Update am Di, 08.10.2019 13:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM-Quali

Alaba hofft trotz Rippenverletzung weiter auf Israel-Einsatz

„Natürlich hoffe ich, dass es sich in den nächsten 24 bis 48 Stunden so entwickelt, wie ich mir das vorstelle“, sagte der Bayern-München-Star.

David Alaba hat die Hoffnung auf einen Einsatz noch nicht aufgegeben.

© APADavid Alaba hat die Hoffnung auf einen Einsatz noch nicht aufgegeben.



Wien - Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda ist in den anstehenden Schlüsselspielen der EM-Qualifikation am Donnerstag (20.45 Uhr) gegen Israel und drei Tage später in Slowenien zur Improvisation gezwungen. David Alaba hofft zwar trotz seines Haarrisses in der Rippe noch auf einen Einsatz. Andere Stammkräfte, darunter Rechtsverteidiger Stefan Lainer, muss Foda aber definitiv ersetzen.

Der Teamchef will sich davon nicht entmutigen lassen. Die ÖFB-Auswahl habe schon in den vergangenen Spielen "eindrucksvoll bewiesen", dass sie verletzungsbedingte Ausfälle gut kompensieren könne. "Wir hatten immer wieder das eine oder andere Problem und haben dann Lösungen gefunden", erklärte Foda. "Jetzt gilt es einfach auch, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dann werden wir uns am Donnerstag gut präsentieren, davon bin ich überzeugt."

Die Stimmung im Team sei sehr gut, berichtete Foda am Dienstag in einer ÖFB-Pressekonferenz in der Wiener Innenstadt. "Auch David wollte unbedingt kommen." Trotz anfangs ablehnender Äußerungen von Alabas Club Bayern München bezüglich einer Abstellung. Laut Alaba seien die Gespräche, die Foda mit Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic geführt hatte, aber ebenso "sehr positiv" verlaufen wie seine eigenen in München.

"Uns allen ist bewusst, dass es eine sehr, sehr wichtige Woche für uns ist. Da wollte ich natürlich dabei sein, um dem Team wie auch immer zu helfen", erklärte Alaba seinen unbedingten Wunsch, nach Wien zu reisen. Ob der 27-Jährige auch eingesetzt werden kann, ist aber höchst fraglich. Die "Rippe der Nation", zu der sie bereits hochstilisiert wurde, bereitet immer noch starke Schmerzen.

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"In 24 Stunden ist sehr viel machbar"

Alaba hatte sich die Verletzung vergangene Woche beim Champions-League-Sieg der Bayern gegen Tottenham (7:2) zugezogen, als ihm Serge Aurier auf den Körper sprang. "Natürlich hoffe ich, dass es sich in den nächsten 24 bis 48 Stunden so entwickelt, wie ich mir das vorstelle", erklärte Alaba Dienstagmittag. "Jeder Tag ist da sehr, sehr wichtig", ergänzte Foda.

Derzeit wird Alaba laut eigenen Angaben intensiv manuell, mit Lymphtherapie und mit Tabletten behandelt. "In 24 Stunden ist sehr viel machbar", sagte der 71-fache Nationalspieler. Entscheidend dürfte die Schmerzsituation sein. Sollte sich ein Einsatz gegen Israel noch nicht ausgehen, ist immer noch das für die EM-Teilnahme vielleicht sogar noch wichtigere Spiel am Sonntag (20.45 Uhr) in Ljubljana ein Thema.

Posch als Lainer-Ersatz?

Auf der Rechtsverteidigerposition muss Foda nach der Sprunggelenksverletzung von Lainer schon für Donnerstag eine Entscheidung treffen. "Es gibt mehrere Möglichkeiten", betonte der Teamchef. "Wir haben genug Alternativen." Einerseits könne Flügelspieler Valentino Lazaro auf der rechten Außenbahn weiter hinten agieren. Dazu kommen der nachnominierte Christopher Trimmel (Union Berlin) sowie die Umstellung auf eine defensive Dreierkette.

Die derzeit wahrscheinlichste Variante ist aber Stefan Posch, der im September in Polen (0:0) in der Innenverteidigung eine gelungene Startelf-Premiere im ÖFB-Team gegeben hatte. Beim 2:1-Überraschungssieg seines Clubs Hoffenheim bei den Bayern agierte der 22-jährige Steirer am Wochenende nicht zum ersten Mal als Rechtsverteidiger. Zudem würde Posch dem Teamchef die Möglichkeit geben, im Spiel taktisch von zwei auf drei Innenverteidiger umzustellen. (APA)