Letztes Update am Di, 08.10.2019 20:03

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM-Quali

Arnautovic „hochmotiviert“ vor dem EM-Quali-Spiel gegen Israel

Am Donnerstag (20.45 Uhr/TT.com-Live-Ticker) kommt es in Wien bei der Partie Österreich gegen Israel zum Duell der Goalgetter, die beide ihr Geld in China verdienen.

Gut gelaunt: Marko Arnautovic (l.) und Tirols ÖFB-Teambeitrag Lukas Hinterseer.

© APAGut gelaunt: Marko Arnautovic (l.) und Tirols ÖFB-Teambeitrag Lukas Hinterseer.



Wien – Sechs Tore hat ÖFB-Star Marko Arnautovic in der laufenden Fußball-EM-Qualifikation in ebenso vielen Spielen bereits erzielt. Nur Israels Eran Zahavi (9) hat in allen Gruppen bisher öfter getroffen. Am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF 1) kommt es in Wien zum Duell der Goalgetter, die beide ihr Geld in China verdienen.

Dort führt der 32-jährige Zahavi, seit 2016 für Guangzhou R&F tätig, mit 23 Toren in 21 Saisoneinsätzen ebenfalls die Schützenliste an. Arnautovic kam seit seinem im Juli erfolgten Wechsel zu Shanghai SIPG in sieben Super-League-Spielen auf vier Treffer. Beim 4:2-Sieg der Israelis gegen Österreich im März in Haifa war Zahavi in dreifacher Ausführung erfolgreich, Arnautovic traf zweimal.

„Niederlage ist Vergangenheit“

„Wir haben genug Chancen gehabt“, erinnerte Arnautovic an den Rückschlag in Israel. Zu deren mangelnder Verwertung seien auch noch unnötige Gegentore dazugekommen. „Aber das Spiel ist Vergangenheit“, schob Arnautovic jegliche Revanchegelüste beiseite. „Jetzt am Donnerstag wird es ein anderes Spiel geben. Wir sind alle höchstmotiviert und wollen natürlich die drei Punkte holen.“

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Sie würden dem ÖFB-Team im Kampf um eines der beiden EM-Tickets in Gruppe G gut zu Gesicht stehen. Nach dem Fehlstart im März wurden zehn von zwölf möglichen Zählern eingefahren. „Wenn wir die positiven Sachen von den letzten vier Spielen mitnehmen in die Spiele gegen Israel und Slowenien, denke ich, dass es sehr gut aussehen wird“, sagte Arnautovic.

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Die Rolle als Schlüsselspieler in der Qualifikation wollte der 30-jährige Wiener nicht überbewerten. „Unsere Mannschaft ist so professionell, dass wir uns auf jedes Spiel gleich vorbereiten - egal ob Qualifikation, Freundschaftsspiel, wichtiges oder nicht so wichtiges Spiel. Wir wollen immer unsere Leistungen bringen.“

Lazaro ohne Spielpraxis zuversichtlich

Das gilt auch für Valentino Lazaro, der im ÖFB-Team trotz fehlender Spielpraxis bei Inter Mailand auf dem rechten Flügel gesetzt ist. Für seinen neuen Club hat er bisher noch keinen Ligaeinsatz absolviert. Lediglich 41 Minuten in der Champions League gegen Slavia Prag stehen zu Buche.

„Ich persönlich bin trotz der fehlenden Spielpraxis jetzt am Anfang sehr, sehr glücklich dort zu sein. Es macht jeder Tag Spaß, bei so einem Verein zu spielen“, erklärte Lazaro. Vor seiner Abreise zum Nationalteam habe es noch ein Gespräch mit Inter-Trainer Antonio Conte gegeben, aus dem er „sehr viele positive Dinge“ habe mitnehmen können. „Die Kommunikation ist sehr gut.“

Vor EURO 2016 als letzter Spieler gestrichen

Dennoch freut sich der 23-Jährige bereits, gegen Israel und Slowenien wieder auf dem Platz zu stehen. „Wir haben mit sehr viel Mut, Freude und Ehrgeiz gespielt“, sagte Lazaro über die jüngsten Länderspiele. „Wenn wir unsere Stärke auf den Platz bringen, haben wir die Chance, die Tür zur Qualifikation weit zu öffnen.“

Vor der EM 2016 in Frankreich war Lazaro als damals 20-Jähriger vom damaligen Teamchef Marcel Koller als letzter Spieler aus dem Aufgebot gestrichen worden. 2020 will er bei seinem ersten großen Turnier dabei sein. „Die ganze Mannschaft hat Riesenziele, wir nehmen das sehr ernst“, betonte der Grazer.

Trotz der auch beim jüngsten 0:0 bei Tabellenführer Polen ausgelassenen Tormöglichkeiten strich Lazaro die „sehr hohe Qualität“ in Österreichs Offensive hervor. „Es gab auch andere Zeiten, wo wir nicht zu so vielen Chancen gekommen sind. Das ist auf jeden Fall ein Fortschritt.“ Ähnlich sah das Arnautovic: „Wenn wir die Chancen verwerten, sieht das alles sehr, sehr gut aus.“ (APA)