Letztes Update am Fr, 18.10.2019 13:04

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Primera Division

Offiziell: Clasico zwischen FC Barcelona und Real Madrid verschoben

Aufgrund der angespannten politischen Lage in Katalonien findet das Spitzenspiel nicht wie geplant am 26. Oktober statt. Ein Ersatz-Termin soll bis Montag feststehen.

Die Unruhen und teils gewalttätigen Proteste in Katalonien haben auch Auswirkungen auf die Fußball-Liga.

© www.imago-images.deDie Unruhen und teils gewalttätigen Proteste in Katalonien haben auch Auswirkungen auf die Fußball-Liga.



Madrid — Das Spitzenspiel der spanischen Fußball-Liga zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid wird verschoben. Das zuständige Komitee des spanischen Verbandes RFEF traf die Entscheidung wegen der anhaltenden politischen und sozialen Unruhen in Katalonien nach den Gerichtsurteilen gegen neun Separatistenführer. Am eigentlichen Termin des „Clásico", der am 26. Oktober im Camp Nou in Barcelona stattfinden sollte, ist in der Stadt eine Großdemonstration der Separatisten geplant.

Beide Clubs sollen nun bis zum 21. Oktober ein neues Datum vorschlagen, teilte der Verband auf Twitter mit. Falls es keine Einigung der Vereine gebe, werde das Komitee ein Datum bestimmen.

Zunächst war erwogen worden, das weltweit beachtete Topspiel von Barcelonas Heimstadion Camp Nou ins Bernabeu-Stadion der Hauptstadt verlegen zu lassen. Doch sowohl der FC Barcelona als auch die „Madrilenos" waren dagegen und wollten das Heimrecht nicht tauschen. In der Rückrunde wäre der „Clasico" in diesem Fall in Barcelona ausgetragen worden.

Neun Separatistenführer waren am Montag vom Obersten Gericht in Madrid wegen ihrer Rolle beim illegalen Unabhängigkeitsreferendum vom Herbst 2017 zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Seither kommt es in der Region und speziell in Barcelona immer wieder zu teils gewalttätigen Protesten.

Der FC Barcelona hatte in einer offiziellen Mitteilung die Justizentscheidung kritisiert. Gefängnisstrafen seien keine Lösung, der Konflikt müsse durch einen politischen Dialog gelöst werden. Der spanische Meister sprach sich für eine Freilassung der Verurteilten und deren Familienmitgliedern seine Solidarität aus. (dpa)