Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 20.10.2019


Bundesliga

WSG Tirol peilt heute den zweiten Heimsieg an

Gegen die Konterspezialisten aus Hartberg will die WSG Tirol am heutigen Sonntag ab 14.30 Uhr die Tivoli-Bilanz verbessern. Trainer Thomas Silberberger sprach im Vorfeld von der „meist­unterschätzten Mannschaft Österreichs“.

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Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Seit dem 3:1-Erfolg gegen die Wiener Austria zum Saisonstart am 27. Juli wartet Aufsteiger WSG Tirol im Tivoli-Stadion auf ein Erfolgserlebnis. Nach der Gala gegen die Violetten folgten ein 1:1 gegen St. Pölten und die beiden Niederlagen gegen Salzburg (1:5) und Rapid (0:2). Höchste Zeit, dass die Bilanz verbessert wird – am besten schon heute ab 14.30 Uhr mit einem Sieg gegen den TSV Hartberg. „Wir müssen hellwach sein“, warnt WSG-Trainer Thomas Silberberger davor, die Steirer zu unterschätzen: „Die sind im Umschaltspiel brutal stark. Da müssen wir uns clever positionieren und wenn nötig auch mit taktischen Fouls gefährliche Konter unterbinden“, fordert Silberberger von seiner Truppe volle Konzentration. Die Länderspielpause kam dem Tiroler Aufsteiger gelegen: „Wir waren am Anschlag. Da tun stressfreie Trainingstage richtig gut“, so der Wattener Trainer, der sich heute im Tivoli auf ein „interessantes Spiel“ freut: „Die Null bleibt bei keiner Mannschaft stehen, aber wir werden mehr Tore schießen.“

Von diesem Spielplan halten die Hartberger nicht viel, denn der Platz in der oberen Tabellenhälfte soll verteidigt werden. „Wir wollen Resultate liefern und nicht nur gute Leistungen zeigen“, sagte Trainer Markus Schopp und meinte damit, dass man sich in den vergangenen Runden gegen die favorisierten Konkurrenten durchaus positiv präsentierte, Punkte blieben seinem Team dennoch verwehrt.

Gegen die WSG hat Hartberg – noch – die deutlich bessere Bilanz. In sechs Aufeinandertreffen in Pflichtspielen seit 2000 gewannen die Steirer fünfmal. Wattens setzte sich nur 2016 im Cup nach Elfmeterschießen durch.

Personell rüsteten die Steirer auch noch einmal kurzfristig nach und verstärkten sich mit dem zentralen Mittelfeldspieler Tino-Sven Susic (27). Der frühere achtfache Teamspieler Bosnien-Herzegowinas kann nach Engagements bei Hajduk Split, KRC Genk und Maccabi Tel Aviv internationale Erfahrung vorweisen. Zuletzt war er für den niederländischen Erstligisten Venlo aktiv, danach seit September vereinslos. Sein Debüt für die Oststeirer wird Susic frühestens in der nächsten Woche im Heimspiel gegen Mattersburg geben.