Letztes Update am Sa, 26.10.2019 08:22

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

WSG Tirol will die Veilchen ein drittes Mal rupfen

Zum Rückrundenstart der Bundesliga gastiert die WSG Swarovski Tirol am heutigen Nationalfeiertag um 17 Uhr bei der Wiener Austria.

Aller guten Dinge wären heute drei – zweimal, wie hier bei der 5:2-Cupgala im Gernot-Langes-Stadion, ließ die WSG um Benni Pranter die weit höher eingeschätzte Austria in dieser Saison auf Tiroler Boden schon stehen.

© gepaAller guten Dinge wären heute drei – zweimal, wie hier bei der 5:2-Cupgala im Gernot-Langes-Stadion, ließ die WSG um Benni Pranter die weit höher eingeschätzte Austria in dieser Saison auf Tiroler Boden schon stehen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Die beiden ersten Saisonduelle in der Meisterschaft (3:1 zum Ligaauftakt im Tivoli) wie im ÖFB-Cup (5:2-Gala im Wattener Gernot-Langes-Stadion) könnten fast den Eindruck erwecken, die WSG Tirol würde am Nationalfeiertag als Favorit in der Generali-Arena einlaufen. Der Konjunktiv spielt aber nicht Fußball. Und die Wahrheit erklärt die Veilchen, bei allen Problemen, die rund ums Stadion und die Finanzen herrschen mögen, auch am Samstag zum klaren Favoriten. Alles andere wäre violette Tiefstapelei.

Der „Silbi“, WSG-Coach Thommy Silberberger, will es dennoch noch einmal machen – nämlich sein Austria-Pendant Christian Ilzer mit taktischen Winkelzügen überraschen, das heißt, ein Korsett und eine Aufstellung zu finden, mit der sein Gegenüber nicht rechnen wird. Weil neben Abwehrchef Ione Cabrera (Schulter) mit David Gugganig ein zweiter Innenverteidiger wegen Gelbsperre fehlt, muss sich Silberberger in der letzten Kette ohnehin etwas einfallen lassen. Und es wäre natürlich nur allzu hilfreich, würde hinten wieder einmal die Null stehen.

„Von den ersten zwei Spielen gegen sie können wir uns nichts mehr kaufen. Und in unserer derzeitigen Verfassung sind wir vermutlich gegen niemanden in der Bundesliga der Favorit. Zudem wird das auswärts auch nochmals anders ausschauen“, bringt WSG-Kreativperle Benni Pranter die Ausgangslage auf den Punkt. Die Wiener siegten zuletzt zuhause zweimal zu Null, gegen Sturm (1:0) und Altach (2:0). Nicht nur Pranter weiß, dass am Samstag ein echter Kraftakt wartet. Und nach seinen vier Toren im Cup haben die Violetten auch Kelvin Yeboah neben Routinier Zlatko Dedic auf der Rechnung. Mal sehen, wen Silberberger bringt. Die WSG muss als Aufsteiger in jedem Fall aus weniger wieder mehr machen.

Mit 20 statt der im Kader erlaubten 18 Mann trat die WSG am Freitag die Reise nach Wien an. Ab Montag schlägt man dann die Zelte in Graz auf, weil ja am Dienstag unter anderen Vorzeichen das ÖFB-Cup-Achtelfinale beim steirischen Regionalligisten in Gleisdorf wartet. Die Doppelschicht beginnt aber am violetten Verteilerkreis. Und nach zwei Niederlagen in Serie sowie nur einem Punkt aus den letzten vier Liga-Spielen ist das Tabellenende für die WSG näher gerückt. Von erhöhtem Druck – „der wird im Frühjahr herrschen“ – will Sportmanager Stefan Köck im Fußballherbst noch nichts hören: „Außerdem hat man im Sport immer Druck. Wir laufen definitiv nicht als Favorit ein, wollen aber immer was mitnehmen.“

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