Letztes Update am Do, 31.10.2019 12:05

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Liga-Pokal

Liverpools Klopp droht nach irrem Pokalsieg mit Spielverzicht

Nach einem packenden 5:5 (5:4 n.E.) gegen Arsenal steht Liverpool im Liga-Cup-Viertelfinale. Doch bei Jürgen Klopp mischt sich Ärger über die kommende Spielansetzung unter die Freude über den spektakulären Sieg seiner Youngsters.

Liverpools Jürgen Klopp jubelte am Mittwochabend mit seinen jungen Spielern, die Arsenal in einem spektakulären Match bezwungen hatten.

© AFPLiverpools Jürgen Klopp jubelte am Mittwochabend mit seinen jungen Spielern, die Arsenal in einem spektakulären Match bezwungen hatten.



Liverpool – Liverpools Trainer Jürgen Klopp hat nach dem spektakulären Aufstieg ins Viertelfinale des englischen Liga-Cups die Terminansetzung kritisiert. Die „Reds“ müssten in der Runde der besten Acht in der Woche ab 16. Dezember auswärts gegen Aston Villa antreten. Zu diesem Zeitpunkt ist der Champions-League-Sieger aber bei der Club-WM in Katar im Einsatz.

Sollte kein geeigneter Ersatztermin gefunden werden, drohte Klopp sogar damit, seine Mannschaft aus dem Bewerb zu nehmen. „Wir werden nicht das Opfer dieses Problems werden“, sagte der Deutsche am Mittwochabend. „Wenn sie keinen Platz für uns finden, und damit meine ich nicht am Weihnachtstag nachts um drei Uhr, werden wir nicht antreten“, betonte er.

Organisiert wird der Liga-Cup von der englischen Football League (EFL). Die Premier League ist eine autonome Spielklasse. Ein Sprecher der EFL erklärte, dass man sich mit Liverpool in Diskussionen über einen Alternativtermin befinde. Der Club von der Merseyside hat im Dezember einen dichten Terminplan, u.a. gastiert Liverpool am 10. Dezember in der Champions League bei Salzburg. Voraussichtlich könnte der Club das Viertelfinale im Liga-Cup erst Mitte Jänner spielen. Die Halbfinal-Hinspiele des Bewerbs sind aber bereits Anfang Jänner angesetzt.

Denkwürdiger Schlagabtausch gegen Arsenal

Liverpool zog am Mittwochabend nach einem denkwürdigen Match ins Viertelfinale ein. Die Reds, die den Cup schon achtmal gewonnen haben, setzten sich im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal mit 5:4 durch, nachdem es nach 90 Minuten in einem irren Schlagabtausch und sehenswerten Toren 5:5 (2:3) gestanden hatte.

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Per Seitfallzieher rettete Divock Origi Liverpool in der 94. Minute ins Elfmeterschießen. Verlängerung gibt es im englischen Liga-Cup keine.
Per Seitfallzieher rettete Divock Origi Liverpool in der 94. Minute ins Elfmeterschießen. Verlängerung gibt es im englischen Liga-Cup keine.
- AFP

Es war erst das zweite Mal, dass Liverpool in den vergangenen 66 Jahren fünf Gegentore in einem Heimspiel kassiert hat. „Wir können über Taktik reden, aber wen interessiert das“, meinte Klopp danach. Emery sprach von einem „verrückten“ Spiel. „Wir sind traurig. Aber es gibt viel Positives, das wir mitnehmen können“, meinte der Spanier.

Vor allem Liverpool setzte in der Partie überwiegend Spieler aus der zweiten Reihe ein. Bei Arsenal kam der deutsche Ex-Nationalspieler Mesut Özil zu seinem erst dritten Saisoneinsatz für den FC Arsenal.

Beeindruckend nutzte Özils 18 Jahre alter Teamgefährte Gabriel Martinelli seine Chance mit zwei Toren in der 26. und 36. Minute. Liverpool war durch ein Eigentor des deutschen Ex-Nationalspielers Shkodran Mustafi (6.) zwar in Führung gegangen, hatte aber nur 13 Minuten später den Ausgleich durch den Uruguayer Lucas Torreira einstecken müssen. James Milner (43.) hatte für Liverpool noch kurz vor der Pause per verwandeltem Foulelfmeter getroffen, den Youngster Martinelli verschuldet hatte.

Dritter Torwart als Held

Auch in der zweiten Hälfte ging das Torfestival weiter. Ainsley Maitland-Niles erhöhte für Arsenal (54.), doch Liverpool fand durch Alex Oxlade-Chamberlain (58.) und Divock Origi (62.) zurück ins Spiel. Joe Wilcock schoss die Gäste zwar nochmals in Front, aber wiederum war es Origi, der mit seinem zweiten Treffer in der vierten Minute der Verlängerung die Reds noch ins Elfmeterschießen rettete. Dort avancierte Liverpools dritter Torwart, der 20-jährige Caoimhin Kelleher, zum Helden. Er parierte den Strafstoß von Arsenals Real-Leihgabe Dani Ceballos. (TT.com, dpa)