Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.11.2019


Bundesliga

Altacher Unruhe soll der WSG helfen

Vor dem Match bei der WSG Tirol morgen (14.30 Uhr) steht Altach-Coach Alex Pastoor schwer unter Druck.

Im August verloren Benni Pranter und Co. 2:3 in Altach (Meilinger) – morgen soll es die Revanche geben.

© gepaIm August verloren Benni Pranter und Co. 2:3 in Altach (Meilinger) – morgen soll es die Revanche geben.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – Für Altach hätte der Oktober nicht viel schwärzer ausfallen können. Keinen einzigen Sieg durften die Vorarlberger im zehnten Monat des Kalenderjahrs feiern, insgesamt wartet das Team von Trainer Alex Pastoor seit dem 15. September (6:0 gegen St. Pölten) auf einen „Dreier“ in der Bundesliga.

Zahlenspiele, die der WSG Tirol morgen im Tivoli-Stadion (14.30 Uhr, live Sky) eigentlich die Favoritenrolle zuschanzen würden. Eigentlich, weil Trainer Thomas Silberberger davon gar nichts wissen will: „Altach ist immer noch eine gestandene Bundesliga-Mannschaft“, sagt der Wörgler im Wissen, dass nur ein paar Prozent weniger schnell bestraft werden. Auch vom SCR Altach.

Dass die vergangenen Wochen mit schlechten Ergebnissen, Unruhe und einem Sportdirektor-Wechsel (gestern folgte Christian Möckel offiziell auf Georg Zellhofer) spurlos an Trainer oder Mannschaft vorbeigegangen sind, glaubt natürlich auch Silberberger nicht: „Den Sportler, der nach so einer Serie noch mit Selbstvertrauen ins Spiel geht, muss man mir erst zeigen.“ Und genau diese Unsicherheit soll ausgenützt werden: „Wir müssen von Anfang an Gas geben, dann können wir einen Vorteil haben.“

Personell deutet bei der WSG vieles auf eine ähnliche Startformation wie beim Sieg in Wien hin. Denn wie die violetten Austrianer agieren auch die Altacher mit einer Fünferkette. Das Motto „Zurück zu den Basics“ gilt also auch in Vorarlberg. „Eine Partie wie jede andere“, erkennt Defensiv-Spieler Michael Svoboda, um das Match ein paar Sekunden später doch als „richtungsweisend“ einzuordnen. Schließlich könnte man mit einem „Dreier“ den Anschluss an das Meister-Play-off (Top-6) schaffen.

„Ich bin fast zusammengezuckt, als er vom Meister-Play-off gesprochen hat“, reagierte sein Trainer Thomas Silberberger mit einem Augenzwinkern. Bei allem Tatendrang tut der Aufsteiger wohl gut daran, den Blick (vorerst) nach unten zu richten – noch ist Platz 12 bei fünf Punkten Vorsprung näher.




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