Letztes Update am So, 03.11.2019 13:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Keine schnelle Trennung: Kovac bleibt vorerst Bayern-Trainer

Am Tag nach dem Debakel in Frankfurt leitet Trainer Niko Kovac das Bayern-Training. Der Verein zitiert den angeschlagenen Coach mit optimistischen Aussagen für das Champions-League-Spiel am Mittwoch. Eine schnelle Trennung ist offenbar kein Thema.

Bayern-Trainer Niko Kovac stand die Enttäuschung nach dem 1:5 in Frankfurt ins Gesicht geschrieben.

© DPABayern-Trainer Niko Kovac stand die Enttäuschung nach dem 1:5 in Frankfurt ins Gesicht geschrieben.



München – Niko Kovac soll trotz der 1:5-Niederlage bei Eintracht Frankfurt Trainer des FC Bayern München bleiben. Das berichten mehrere Münchner Medien am Sonntagmorgen. Der 48-Jährige leitete am Sonntag das Training beim FC Bayern und bereitete das Team auf das Champions-League-Duell gegen Olympiakos Piräus am Mittwoch vor. „Wir haben am Mittwoch die Möglichkeit, in der Champions League den Sack zuzumachen“, sagte Kovac in einer Mitteilung des deutschen Rekordmeisters am Sonntag. Es sei wichtig, dass man wieder „die Köpfe frei“ bekomme.

Kovac ist nach der höchsten Bundesliganiederlage seit zehneinhalb Jahren in seiner Position schwer angeschlagen. Die Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hatten sich kurz nach der Niederlage bei der Eintracht öffentlich nicht zu seiner Zukunft als Bayern-Coach geäußert. In der Bundesliga sind die Münchner nach zehn Spieltagen mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach Vierter.

Anfang Oktober hatten die Bayern beim 7:2 bei Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur eine Sternstunde gefeiert. Dann ging es sportlich bergab. Es folgten vor dem Debakel in Frankfurt eine Niederlage gegen Hoffenheim, ein Remis in Augsburg sowie glanzlose Erfolge über Piräus, Union Berlin und den VfL Bochum.

Kovac leistete sich zudem mehrere unglückliche Aussagen, wie zur Reservistenrolle von Thomas Müller, der höheren Geschwindigkeit im Liverpool-Spiel oder zu den Frankfurter Fans, die er zu den besten der Liga erklärte. Das alles kam in München überhaupt nicht gut an. (dpa)