Letztes Update am Do, 07.11.2019 08:37

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Matthäus rät Bayern bei Trainersuche: Zum Wohle des Vereins entscheiden

Eigene Befindlichkeiten oder Zweifel sollten die Bayern-Bosse bei der Suche nach dem neuen Übungsleiter hintanstellen: „Wichtig ist, dass sie gemeinsam hinter dem Trainer stehen.“

Lothar Matthäus rät den Bayern-Bossen bei der Trainerbestellung zu Einigkeit.

© gepaLothar Matthäus rät den Bayern-Bossen bei der Trainerbestellung zu Einigkeit.



München – Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus rät den drei Bossen des FC Bayern, bei der Suche nach einem neuen Trainer eigene Befindlichkeiten oder Zweifel dem Wohl des Vereins unterzuordnen. Der deutsche Serienmeister aus München braucht nach dem Aus von Niko Kovac einen Nachfolger. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic müssten den neuen Coach dann anders als noch Kovac geschlossen unterstützen, findet Matthäus.

„Wichtig ist, dass sie gemeinsam hinter dem Trainer stehen“, sagte der 58-jährige Ex-Profi und Sky-Experte der Deutschen Presse-Agentur. Kovac habe von Anfang an gemerkt, dass er nicht die erste Wahl war. „Allen kann man es nicht recht machen“, vermutete Matthäus im Hinblick auf die Präferenzen der drei Bayern-Verantwortlichen. „Aber egal, wer sich auf den Schlips getreten fühlt, man muss gemeinsam hinter der Entscheidung stehen“, sagte der Welt- und Europameister.

Matthäus meint, der FC Bayern benötige noch etwas Zeit, um zu alter Souveränität zurückzufinden. Er sprach vom „Bayern-München-Gen, das ein bisschen verloren gegangen ist in den letzten drei Jahren“. Davor hätten Spieler wie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger mit ihrem Stellenwert und ihrer Klasse dafür gesorgt, „dass jeder dachte: Bayern München, wow!“, sagte der langjährige Bayern-Kapitän. „Aber es sind einige weggebrochen und es braucht eine gewisse Zeit, um die Positionen und die Gesichter neu zu finden. Die Qualität ist da, aber es braucht noch den einen oder anderen Schritt“, meinte er. (dpa)

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