Letztes Update am So, 10.11.2019 12:18

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Nach Lehrstunde gegen Union: Mainz trennt sich von Trainer Schwarz

Nach Niko Kovac (Bayern) und Achim Beierlorzer (Köln) muss auch Trainer Sandro Schwarz in Mainz gehen. Der 41-Jährige scheitert bei seinem Herzensclub.

Sandro Schwarz musste bei Mainz seinen Hut nehmen.

© www.imago-images.deSandro Schwarz musste bei Mainz seinen Hut nehmen.



Mainz – Einen Tag nach dem 2:3 gegen Union Berlin haben Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 und Trainer Sandro Schwarz ihre Zusammenarbeit beendet. „Das ist das Ergebnis von intensiven Gesprächen am Samstagabend und Sonntagmorgen“, teilte der abstiegsbedrohte Club am Sonntag via Twitter mit. Der Vertrag des 41-Jährigen lief ursprünglich bis zum 30. Juni 2022, er war seit Mai 2017 im Amt.

Nach dem 0:8 bei RB Leipzig hatten die Rheinhessen am Samstag beim 2:3 gegen Aufsteiger Union Berlin die nächste Lehrstunde erlebt. Beim Liga-Konkurrenten 1. FC Köln hatte am Samstag Chefcoach Achim Beierlorzer gehen müssen. Zuvor hatten sich der FC Bayern München und Niko Kovac getrennt.

An Schwarz-Vorgänger Martin Schmidt hatte Sportvorstand Schröder entgegen aller Mechanismen des Geschäfts in der Rückrunde 2016/17 trotz tiefer Krise festgehalten - und damit Erfolg gehabt. Mainz stieg nicht ab. Nach der Niederlage gegen Union hatte Schröder noch so gewirkt, als halte er an Schwarz fest, und hatte gesagt: „Ich möchte nicht jede Woche ein Plädoyer halten. Sandro Schwarz ist unser Trainer und wir werden uns gemeinsam mit ihm kritisch hinterfragen.“

Nach elf Spieltagen stehen die Mainzer mit nur neun Punkten und einem miserablen Torverhältnis von 12:30 auf dem Relegationsplatz. Acht Niederlagen hatte Mainz zu diesem Zeitpunkt noch nie kassiert. Schwarz, ein Freund von Liverpools Starcoach Jürgen Klopp, ist gebürtiger Mainzer und spielte einst auch als Profi bei den Nullfünfern.

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Als Coach betreute er auch die U19 und die zweite Mannschaft. Der Club war 2009 in die Bundesliga zurückgekehrt, erweckte aber zuletzt den Eindruck, dem Abstiegskampf nicht gewachsen zu sein. Kapitän Daniel Brosinski hatte nach der Partie gegen Berlin von einem „totalen Versagen von allen auf dem Platz“ gesprochen. Nach dem Abpfiff hatten Ordner nur mit Mühe einige erboste Fans einfangen können, die über den Zaun geklettert waren. (dpa)